Peter Tschentscher (SPD), Hamburgs Erster Bürgermeister, schüttelt Michael Westhagemann (parteilos, l), Hamburgs neuem Wirtschaftssenator, die Hand. Neben ihnen steht Frank Horch (parteilos), Hamburgs scheidender Wirtschaftssenator. Foto: Axel Heimken/dpa
Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD, m.) schüttelt Hamburgs neuem Wirtschaftssenator Michael Westhagemann (parteilos, l.) die Hand. Neben den beiden steht Frank Horch (parteilos), Hamburgs scheidender Wirtschaftssenator. Foto: Axel Heimken/dpa

Die Hamburger Bürgerschaft hat Michael Westhagemann als neuen Wirtschaftssenator bestätigt. Er ist der Nachfolger von Frank Horch, der aus persönlichen Gründen im September zurückgetreten war. 

Hamburgs neuer Wirtschaftssenator ist nun offiziell im Amt bestätigt: Michael Westhagemann wurde am Donnerstag als Leiter der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation vereidigt. Die Bürgerschaft bestätigte die Berufung von Hamburgs Erstem Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) mit der Mehrheit der Stimmen der rot-grünen Koalitionsfraktionen. 74 Abgeordnete entschieden sich in geheimer Abstimmung für den 61-Jährigen, 42 gegen ihn. Es gab zwei Enthaltungen. Der ehemalige Siemens-Manager und frühere Vizepräses der Handelskammer folgt auf Frank Horch, der sein Amt aus privaten Gründen niedergelegt hatte.

Senator Westhagemann will besonders die Themen Hafen, Energie und Wissenschaft in den Vordergrund stellen. Er freue sich auf die Aufgabe und werde die Arbeit seines Vorgängers fortsetzen. „Michael Westhagemann ist ein vertrauenswürdiger Ansprechpartner für die Wirtschaft im Hamburger Senat“, so Tschentscher.

„Ein Glücksfall für Hamburg“

Matthias Boxberger, der Vorsitzende des Industrieverband Hamburg (IVH), nannte Westhagemanns Berufung einen „Glücksfall für Hamburg“. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) forderte, dass Westhagemann die Interessen der Beschäftigten im Blick behalte. „Die Arbeitnehmer sind der Motor der wirtschaftlichen Entwicklung der Stadt“, sagte die DGB-Vorsitzende Katja Karger. „Ihre Interessen zu wahren heißt, auch den Wirtschaftsstandort zu stärken.“

dpa/viva