Die Gorch Fock im Wasser.
Die Sanierung der "Gorch Fock" wird deutlich teurer als geplant. Foto: Bernd Wüstneck/dpa

Im Rahmen der Reperaturen am Segelschulschiff Gorch Fock ermittelt das Verteidigungsministerium wegen Korruptionsverdacht. Ein Mitarbeiter habe sich selbst bei seinem Vorgesetzten der Vorteilsnahme bezichtigt.

War bei der Sanierung der Gorch Fock Korroption im Spiel? Das prüft die Staatsanwaltschaft Osnabrück, nachdem ein Mitarbeiter seinem Vorgesetzten meldete, er habe sich der Vorteilsnahme schuldig gemacht. Der Mann ist für die technische Preisprüfung beim Marinearsenal Wilhelmshaven zuständig und soll vergünstigte Darlehen von einem großen Auftraggeber erhalten haben. „Wir prüfen nun den Sachverhalt“, erklärte Christian Bagung, Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Osnabrück.

Schon vorher sorgten die Reperaturen des ehemaligen Segelschulschiffs der Bundeswehr, das in der Hamburger Werft Blohm und Voss gebaut wurde, für Aufsehen. Die Kosten sind in den letzten Jahren explodiert. Die Sanierung sollte ursprünglich 10 Millionen Euro kosten, derzeit wird mit 135 Millionen Euro gerechnet. Seit Anfang 2016 wird es von der Elsfether Werft saniert.

Martin Winter, Sprecher des Bundesrechnungshofes,  sagte zu den Vorfällen: „Ich rechne damit, dass in den nächsten Wochen ein Entwurf des Berichtes ans Bundesverteidigungsministerium geht.“

Die deutsche Marine stellte die Gorch Fock 1958 in Dienst. Am 17. Dezember feiert das Schiff seinen 60. Geburtstag. Jahrzehntelang diente es der Marine als Ausbildungsschiff. Laut Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen soll das Schiff über das Jahr 2030 hinaus zur Ausbildung des Führungsnachwuchses im Dienst bleiben.

tz/hl/dpa

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