Auf dem Bild sind Screenshots der Augmented Reality App zu sehen
Die AR-App entstand während einer Kooperation der HAW Hamburg und des Denkmalschutzamtes. Foto: Shape Shift

Die HAW Hamburg hat gemeinsam mit dem Amt für Denkmalschutz eine  Augmented-Reality-App veröffentlicht. Die Nutzer erleben die Entwicklung Hamburgs im 19. Jahrhundert. Ihr Begleiter: ein Ingenieur aus dem 19. Jahrhundert.

Anlässlich des Europäischen Kulturerbe-Jahres 2018 entwickelte die Hochschule für Angewandte Wisschenschaften Hamburg gemeinsam mit dem Hamburger Denkmalschutzamt eine neue Augmented-Reality-App. Eine besondere Rolle spielt dabei der englische Ingenieur William Lindley (1808 – 1900). Als digitaler Wegbegleiter führt er die Nutzer mit Hilfe von AR durch die Stadt.

Nach dem großen Brand 1842 gestaltete Lindley Hamburg entscheidend mit. Unter anderem trug er maßgeblich zur Modernisierung der Stadt bei, indem er die Wasserversorgung verbesserte. Er plante beispielsweise unterirdische Abwasserkanäle für Hamburg und führte eine zentrale Wasserversorung  mit Elbwasser in Rothenburgsort ein.

Mit historischen Hintergrundinfos

Das Denkmalschutzamt Hamburg initiierte das Projekt „Mit Lindley durch Hamburg: Englisches Know-How in der Hansestadt digital erleben“. Das Team der Fakultät Design, Medien und Information der HAW Hamburg arbeitete in Kooperation mit der Firma Shape Shift. Gemeinsam entwickelten sie das Konzept und die technische Umsetzung für die App. Silvia Hartel, Kuratorin des Abwassermuseums, stellte gemeinsam mit dem Künstler Wolfgang Wiedey die in der App enthaltenen Texte und Bilder zur Verfügung. Zusätzlich lieferten sie die historischen Hintergrundinformationen.

Die App ist ab sofort kostenlos im App Store unter „William Lindley AR. Sharing Heritage AR App“ verfügbar.

nvp

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Nadine von Piechowski, Jahrgang 1992, studiert in dem Gebäude, in dem sie geboren wurde: die Finkenau 35, früher eine Geburtsklinik, heute die HAW Hamburg. Bislang hat sie nur nördlich der Elbe gelebt: In Kiel und Kopenhagen studierte sie Geschichte und Archäologie. Nadines ursprünglicher Plan: ein weiblicher Indiana Jones werden. Hut und Peitsche hat sie als Ausrüstung zum Abschluss schon geschenkt bekommen. Trotzdem will sie lieber in den Journalismus. Nadine absolvierte diverse Praktika, etwa in der Pressestelle des Bundes für Natur und Umweltschutz und bei „Radio Hamburg“ in der Redaktion. Beim Helms-Museum in Harburg lektorierte sie einen Ausstellungskatalog. Sie schreibt unter anderem für den Blog „Typisch Hamburch“. In ihrer Freizeit spielt sie Handball und versucht, mit ihrem bienenfreundlichen Balkon die Welt zu retten. Kürzel: nvp