Schauspieler im Hamburg Dungeon. Foto: Ulrich Perrey/dpa
Schauspieler im Hamburg Dungeon. Foto: Ulrich Perrey/dpa

Totenköpfe, Folterwerkzeuge und Kühlpads: Das Hamburg Dungeon hat seinen Bestand gezählt und stellt die Zahlen der skurrilen Inventur vor. Etwa 726 Menschen mussten das Gruselkabinett frühzeitig verlassen.

Wie viele Köpfe rollten letztes Jahr? Wie viele Backsteine braucht man, um Santa Fu nachzubauen? Das sind Fragen, die das Hamburg Dungeon nach seiner Inventur beantworten kann. Die Mitarbeiter des Gruselkabinetts in der Speicherstadt traten zur Bestandszählung an. Die interessantesten Zahlen wurden nun veröffentlicht. Insgesamt waren beispielsweise 61 Schauspielerinnen und Schauspieler im Einsatz, um in 90 Minuten und elf Shows den großen Brand, die Inquisition und die Pest interaktiv erlebbar zu machen.

69 Totenköpfe, 13 Pestleichen und 88 Skelette

Während der Inventur im Dungeon. Auch Folterwerkzeuge werden gezählt. Foto: Ulrich Perrey/dpa

Das Hamburg Dungeon zählte 2018 117.636 Besucherinnen und Besucher, die ihre Köpfe für ein Erinnerungsfoto auf die Guillotine legten. Die meisten kamen aus Hamburg,  Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. 726 Menschen mussten das Kabinett aus Platzangst, Furcht vor der Dunkelheit oder wegen eines Kreislaufzusammenbruchs frühzeitig verlassen. Andere wurden mit insgesamt 837 Stücken Traubenzucker und 328 Kühlpads versorgt. Zur Kulisse gehörten 69 Totenköpfe, 13 Pestleichen und 88 Skelette.

Im vergangenen Jahr eröffnete die neue Show „Santa Fu“. Für die Gefängniskulisse der gleichnamigen Justizvollzugsanstalt in Fuhlsbüttel wurden 12.543 Backsteine, 50 Meter Stacheldraht und 1,5 Tonnen Putz verbaut. „Wir wollten das alte Santa Fu so getreu wie möglich nachbauen“, sagte Dungeon-Leiter Andreas Köller. Das gelang so gut, dass einer der Trockenbauer, der selbst inhaftiert war, kurz an die frische Luft gemusst habe, so Köller. Auch für dieses Jahr sind drei neue Shows geplant.

sch/dpa

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Für Sophie Schreiber, Jahrgang 1994, beginnt ein gemütlicher Morgen nicht nur spät, sondern auch mit einem Frühstück im Bett. Auf Reisen sucht sie hingegen das Abenteuer: Nach dem Abitur durchquerte sie Australien und machte einen Roadtrip durch Deutschland. In Hamburg ist sie allerdings fest verwurzelt. Selbst während ihres Studiums der Kulturwissenschaften in Lüneburg pendelte sie. Ihr Faible für das Schreiben entdeckte sie während eines Praktikums in der Hamburger Redaktion von „Kulturnews“. Dort sammelte Sophie erste Erfahrungen im Lokaljournalismus, führte Interviews und berichtete über Festivals. Ihr Wissen kann sie nun bei FINK.HAMBURG anwenden und vertiefen. Das Pendeln hat damit auch ein Ende und Sophie bleiben morgens ein paar Minuten länger unter der Bettdecke. Kürzel: sch