Auf Hamburgs Straßen ist es glatt. Foto: Melina Mork
Auf Hamburgs Straßen ist es glatt. Foto: Melina Mork

In der Nacht zum Freitag kam es aufgrund der Glätte zu drei Autounfällen auf Hamburgs Straßen. Auch am Wochenende bleibt es kalt.

Schnee in Hamburg. Worüber sich alle freuen, die weiße Weihnachten vermisst haben, ärgern sich jedes Jahr Autofahrerinnen und Autofahrer auf Hamburgs Straßen. Der Deutsche Wetterdienst meldete Freitagmorgen eine Warnlage für Schleswig-Holstein und Hamburg aufgrund des blitzartig gefrorenen Bodens. In Hamburg gab es in der Nacht zum Freitag drei Autounfälle aufgrund der Glätte. Der Polizei zufolge blieb es jedoch bei Blechschäden. Die Feuerwehr versorgte in der Nacht Radfahrerinnen und Radfahrer, sowie Fußgängerinnen und Fußgänger, die auf den Gehwegen ausrutschten.

Glättegefahr noch bis zum Mittag

Meteorologe Frank Böttcher vom Institut für Wetter- und Klimakommunikation sagte gegenüber FINK.HAMBURG, dass davon auszugehen sei, die Glätte halte noch bis zum Mittag. In Schattenlagen, in denen die Bodentemperatur minus fünf Grad nicht unterschreitet, könnte es den ganzen Tag glatt bleiben. Schneeschauer von der Nordsee erreichen Hamburg höchstwahrscheinlich nicht mehr. Bei drei Grad über dem Gefrierpunkt ist der Schnee höchstwahrscheinlich schon heute Nachmittag wieder geschmolzen. Auch in der Nacht zum Samstag bleibt es trocken. „Bei minus zwei bis minus fünf Grad und einigen Wolken kann es jedoch auch nachts wieder frieren“, so Böttcher.

Schnee in Hamburg. Foto: Melina Mork
Schnee in Hamburg. Foto: Melina Mork

Am Wochenende können Hamburgerinnen und Hamburger Sonne tanken. Diese scheint nämlich am Samstag und Sonntag den ganzen Tag. Am Montag und Dienstag wird es dagegen wieder ungemütlich: Mit viel Regen und Schneeregen lässt sich die Sonne kaum blicken. Die Temperaturen bleiben dabei stabil. Bis zum Monatsende sollen sich diese bei null bis vier Grad einpendeln.

Vier Phasen des Winters

Warum es im Januar und Februar immer so richtig kalt wird, erklärt Wetterexperte Böttcher mit den vier Phasen des Winters. Demnach sei es normal, dass es in der ersten Phase im Dezember eher milderes Wetter gäbe. Die Monate Januar und Februar werden als Hochwinterphasen bezeichnet, während der März oft nochmal Schnee, aber mildere Temperaturen bringt. Bald könnten aus vier jedoch zwei Phasen werden: „In einigen Jahren könnten durch den Klimawandel die Früh- und Spätwinterphasen im Dezember und März immer weiter zurückgehen“, so Böttcher.

sch/dpa

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Für Sophie Schreiber, Jahrgang 1994, beginnt ein gemütlicher Morgen nicht nur spät, sondern auch mit einem Frühstück im Bett. Auf Reisen sucht sie hingegen das Abenteuer: Nach dem Abitur durchquerte sie Australien und machte einen Roadtrip durch Deutschland. In Hamburg ist sie allerdings fest verwurzelt. Selbst während ihres Studiums der Kulturwissenschaften in Lüneburg pendelte sie. Ihr Faible für das Schreiben entdeckte sie während eines Praktikums in der Hamburger Redaktion von „Kulturnews“. Dort sammelte Sophie erste Erfahrungen im Lokaljournalismus, führte Interviews und berichtete über Festivals. Ihr Wissen kann sie nun bei FINK.HAMBURG anwenden und vertiefen. Das Pendeln hat damit auch ein Ende und Sophie bleiben morgens ein paar Minuten länger unter der Bettdecke. Kürzel: sch