Nach dem Erfolg bei der Europawahl erringen die Grünen auch bei den Bezirkswahlen einen Sieg. Die SPD muss einen historischen Verlust verbuchen. Auch die CDU büßt Stimmen ein.

Nach der Europawahl gewinnen die Grünen in Hamburg auch die Wahlen der Bezirksversammlungen. Stadtweit stimmten am vergangenen Sonntag 31,3 Prozent der Hamburger*innen für die Grünen. Die Wahlbeteiligung war mit 58,6 Prozent deutlich höher als bei den letzten Bezirkswahlen vor fünf Jahren mit 40,9 Prozent.

Laut den vorläufigen Ergebnissen vom Montagabend verbuchen die Grünen einen Stimmenzuwachs von 13,1 Prozent im Vergleich zur letzten Bezirkswahl 2014. In  Eimsbüttel erreichten sie sogar 37,2 Prozent. Im Bezirk Mitte wurde es knapp: Mit 29,4 Prozent der Stimmen liegen die Grünen nur 2,3 Prozent vor der SPD. Die Grünen profitieren wahrscheinlich von der aktuellen Klimadebatte und sind nun in vier der sieben Hamburger Bezirke stärkste Kraft.

Großer Verlierer der Bezirkswahlen ist die SPD. Sie erreichte 24,0 Prozent und verlor damit 11,2 Prozent der Wählerstimmen. Im Bezirk Nord, wo die SPD durch die Freikarten-Affäre um das Rolling Stones-Konzert 2017 im Stadtpark belastet ist, verlor sie 13,1 Prozent der Stimmen. Die SPD entschied die Bezirke Wandsbek (26,3 Prozent), Bergedorf (26,4 Prozent) und Harburg (27,1 Prozent) trotz hoher Verluste für sich. Nach der Wahl 2014 war die SPD mit knapp 35 Prozent noch die stärkste Kraft in allen sieben Bezirksversammlungen gewesen.

Auch die CDU verliert Stimmen und kommt nur noch auf 18,2 Prozent (2014: 24,8 Prozent). Die Linke kann ihr Ergebnis leicht verbessern und kommt auf 10,7 Prozent (2014: 10,2 Prozent), ebenso die AfD mit 6,3 Prozent (2014: 4,5 Prozent) und die FDP mit 6,6 Prozent (2014: 3,9 Prozent).

Erfreulich ist die Wahlbeteiligung bei den Wahlen der Bezirksversammlungen. 58,6 Prozent der 1.420.499 Hamburger Wahlberechtigten gaben ihre Stimme ab.

ben/dpa

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