Das älteste Theaterschiff Deutschlands braucht eine umfassende Sanierung. Dafür fehlen aber 300.000 Euro. An diesem Mittwoch startet eine Sammelaktion. Weitere Spendenaufrufe und eine Benefiz-Gala in der Elbphilharmonie sind geplant.

107 Jahre ist das Hamburger Theaterschiff alt. Laut eigenen Angaben ist es damit das älteste seiner Art in Deutschland. Nun steht eine umfassende Sanierung an. Nicht nur das Theaterschiff selbst, auch der Anleger an der Holzbrücke und die vier Schwimmpontons am Nikolaifleet müssen instand gesetzt werden. Doch 300.000 Euro fehlen für die Sanierungsarbeiten. „Eine Summe, die für unser kleines Theater nicht aufzubringen ist“, sagte Heiko Schlesselmann, Inhaber und Geschäftsführer des Theaterschiffs.

312.000 Euro aus dem städtischen Sanierungsfond 2020 wurden dem Theaterschiff Ende 2017 bereits zugesagt. Der Sanierungsbedarf habe sich nach zahlreichen Anträgen und Prüfungen der Werften seitdem allerdings nahezu verdreifacht. Die fehlende Summe soll in den kommenden Wochen und Monaten mit Rettungsaktionen aufgebracht werden.

Ab heute kann gespendet werden

Am heutigen Mittwoch startet eine Sammelaktion auf der Plattform Startnext. Dort kann man vier Wochen lang unter anderem Turnbeutel für 20 Euro oder Karten für ein Benefizkonzert mit Bodo Wartke für 100 Euro kaufen. Ziel ist es, mit der Crowdfunding-Kampagne 40.000 Euro zu sammeln, so Schlesselmann gegenüber FINK.HAMBURG. 30.000 Euro sollen in die Sanierung des Schiffsrumpfes fließen. Mit weiteren 10.000 Euro soll die Schiffsschraube restauriert werden.

Zusätzliches Geld soll über Facebook-Aktionen, Stuhlpatenschaften und Spendenaufrufe gemeinsam mit dem Freundeskreis Das Schiff e.V. gesammelt werden. Für den 7. Dezember ist eine Benefiz-Gala in der Elbphilharmonie geplant. „Wir sind aber auch wieder in Gesprächen mit der Politik und hoffen auf Unterstützung durch großzügige Spender“, sagt Schlesselmann.

nim/dpa

Foto: www.heribertschindler.de

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Reiterhof, Tech-Konzern, Streetfood-Märkte – Nina Maurer , Jahrgang 1994, treibt die Neugier. Als Kind fand sie ihr Glück auf dem Rücken der Pferde. Reitlehrerin wurde sie aber nicht: Nach einem Freiwilligen Sozialen Jahr in einer Schule für Kinder mit Behinderung studierte sie Ökotrophologie in Hamburg. Ihre Begeisterung für Essen und Kommunikation vereinte sie als Werkstudentin und Volontärin in einer PR-Agentur. Für Food-Marken durchforstete sie sämtliche Blogs Deutschlands. Seit 2018 arbeitet sie in der Unternehmenskommunikation des Tech-Konzerns NXP. Wenn sich Nina nicht gerade mit künstlicher Intelligenz beschäftigt, stöbert sie in der Hamburger Gastro-Szene nach rohem Fisch und Kurzkornreis. Auch zu Hause experimentiert sie gerne: ob Sushi, Curry oder Kürbissuppe – Hauptsache viel Ingwer. Kürzel: nim