In Hamburg-Waltershof stehen weitere große Bauarbeiten an. Die Überführung der Finkenwerder Straße über die Bahngleise muss erneuert werden. Verkehrssenator Westhagemann überlegt, Lkw-Verkehr einzuschränken.

Der Finkenwerder Knoten bleibt eine Baustelle: Nach Abschluss der aktuellen Brückenreparatur am Finkenwerder Ring muss auch die Finkenwerder Straße erneuert werden. Grund für die neue Baustelle sei eine andere Brücke an dem Verkehrsknotenpunkt, die nicht saniert werden könne. Das teilte Hermann Grünfeld, Leiter des Verkehrsmanagement bei der Hafenverwaltung HPA, mit. Wegen des sogenannten Betonfraßes müsse die Überführung der sechsspurigen Straße über die Bahngleise somit erneuert werden. 2021 oder 2022 soll mit den Arbeiten begonnen werden.

Damit fällt das Projekt zeitlich zusammen mit dem Ausbau der A7 südlich des Elbtunnels. Ab 2020 soll ein rund vier Kilometer langer Autobahnabschnitt von sechs auf acht Spuren ausgebaut werden. Die Vorarbeiten haben bereits begonnen.

Weniger Stau trotz mehr Bau

Zu den derzeit 80 Baustellen in Hamburg würden im Laufe des Jahres 40 weitere Baustellen hinzukommen, sagte Verkehrssenator Michael Westhagemann (parteilos) am Montag. Trotz deutlich mehr Baustellen solle der Verkehr in Hamburg künftig allerdings besser fließen.

Im Hamburger Süden komme es vor allem am Finkenwerder Ring und auf der A7 bei Waltershof häufig zu Staus. Die Hafenterminals sind dadurch in diesem Bereich schlechter erreichbar. Westhagemann überlegt, den Lkw-Verkehr in diesem Bereich einzuschränken. Dieser könnte zukünftig von den Hauptbelastungszeiten in die verkehrsärmeren Stunden des Tages verlagert werden, um die Lage zu entschärfen.

Die FDP-Bürgerschaftsfraktion kritisierte Westhagemann: „Der Verkehrssenator wirkt hilflos, weil seinen Versprechungen, den Verkehrsfluss in Hamburg zu verbessern, kaum Taten folgen“, so der Verkehrspolitiker Ewald Aukes. Seiner Meinung nach brauche Hamburg intelligente Ampelschaltungen und einen digitalen Verkehrsplan.

nim/dpa

Titelbild: Pixabay

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Reiterhof, Tech-Konzern, Streetfood-Märkte – Nina Maurer , Jahrgang 1994, treibt die Neugier. Als Kind fand sie ihr Glück auf dem Rücken der Pferde. Reitlehrerin wurde sie aber nicht: Nach einem Freiwilligen Sozialen Jahr in einer Schule für Kinder mit Behinderung studierte sie Ökotrophologie in Hamburg. Ihre Begeisterung für Essen und Kommunikation vereinte sie als Werkstudentin und Volontärin in einer PR-Agentur. Für Food-Marken durchforstete sie sämtliche Blogs Deutschlands. Seit 2018 arbeitet sie in der Unternehmenskommunikation des Tech-Konzerns NXP. Wenn sich Nina nicht gerade mit künstlicher Intelligenz beschäftigt, stöbert sie in der Hamburger Gastro-Szene nach rohem Fisch und Kurzkornreis. Auch zu Hause experimentiert sie gerne: ob Sushi, Curry oder Kürbissuppe – Hauptsache viel Ingwer. Kürzel: nim