Blaualgen-Befall in der Alster

Hamburger Gewässer

See mit Blaualgen
Blaualgen treten im Sommer häufiger in Gewässern auf. Foto: Christian Fischer/Wikimedia Commons

In der Alster und in einigen Badeseen Hamburgs wachsen zurzeit vermehrt Blaualgen. Noch gibt es kein Badeverbot, dennoch warnt der Hamburger Senat vor den gesundheitlichen Folgen durch Hautkontakt. 

Am kommenden Wochenende herrscht in Hamburg wieder perfektes Badewetter. Wer sich in Seen oder der Alster abkühlen möchte, sollte vorab aber genau hinschauen: Der Senat hat in einer Pressemitteilung vor vermehrtem Blaualgenvorkommen gewarnt. Messungen des Instituts für Hygiene und Umwelt in den vergangenen Tagen zeigten einen erhöhten Gehalt an Blaualgen-Chlorophyll in der Alster. Dieser liegt knapp am Warnwert des Bundesumweltamtes von 15 Mikrogramm pro Liter. Die Proben wurden an der Messstation Lombardsbrücke genommen.

Auch in Hamburger Badeseen wurden vermehrt Blaualgen beobachtet. Noch liegen die Messwerte aber deutlich unter dem Grenzwert von 75 Mikrogramm pro Liter, ab dem ein Badeverbot gilt. Dieser liegt bei 75 Mikrogramm pro Liter. Dennoch sollten Kinder, empfindliche Personen und Haustiere bei einer starken, grünlichen Färbung oder Algenschlieren an der Oberfläche Hautkontakt sowie das Verschlucken vermeiden, empfiehlt der Senat.

Blaualgen: Hautreizungen und Übelkeit möglich

Blaualgen sind eigentlich Cyanobakterien, die sich durch einen Farbstoff aber grün-blau färben. Sie entstehen vermehrt bei hohen Temperaturen und erhöhtem Vorkommen bestimmter Nährstoffe wie Phosphor. Häufig werden die Bakterien vom Wind zu dichten Teppichen im Uferbereich zusammengetrieben. Sie können Haut- und Schleimhautreizungen auslösen und beim Verschlucken zu Übelkeit und Erbrechen führen.

Das Institut für Hygiene und Umwelt nimmt alle drei Wochen Proben aus der Alster und deren Kanälen, bei Blaualgenbefall sogar häufiger. Die aktuellen Werte an der Messstation Lombardsbrücke sowie Infos zu den Badegewässern gibt es auf der offiziellen Hamburg-Seite.

sju/dpa

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Sandra Jütte, Jahrgang 1985, hat schon beim Imperium gearbeitet. Aber keine Sorge: In diesem Fall ist das eine Schauspielagentur in Berlin. Für ihr Studium der Wirtschaftskommunikation zog sie von Niedersachsen in die Bundeshauptstadt, bevor sie für ein Reisemagazin die Straßen Kapstadts erkundete. Dem Lokaljournalismus blieb sie während ihres Volontariats bei der "Märkischen Oderzeitung" in Brandenburg treu. Die Themen waren dort sogar spannender: Sandra schrieb unter anderem über einen entführten Dackel, den Sexshop im 5000-Seelen-Dorf und dreifachen Mord. In ihrer Zukunft sieht sie sich im Online- oder Fernsehjournalismus, denn sie will mehr als nur Print. Schokolade zum Beispiel. Kürzel: sju