Eine Fusion des gedruckten Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ und des Portals „Spiegel Online“ ist beschlossen. Die gemeinsame Redaktion soll ab Herbst unter einem Dach arbeiten.

Laut eines Verlagssprechers werden die Redaktionen des Printmagazins „Der Spiegel“ und des Nachrichtenportals „Spiegel Online“ ab diesem Herbst zusammengelegt. Die Betriebsräte beider Parteien hätten sich auf die wesentlichen Verhandlungspunkte der Fusion geeinigt. Dabei soll es sich vor allem um einheitliche Arbeitsbedingungen wie Arbeitszeiten, Vergütung, Gewinnausschüttung und Presseversorgung handeln.

„Zu diesen Punkten haben die Betriebsparteien Grundsätze vereinbart, die eine möglichst weitgehende Angleichung der Bedingungen erlauben und zugleich langfristig wirtschaftlich tragbar sind“, so der Verlagssprecher gegenüber Meedia.

Die Betriebsräte informierten die Mitarbeiter*innen beider Redaktionen am Dienstag in getrennten Versammlungen. Der Zusammenschluss stehe allerdings noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch den Betriebsrat des Spiegel-Verlags.

Zusammenschluss war schon lange im Gespräch

Eine gemeinsame Redaktion ist schon lange Ziel des Verlags gewesen. Wolfgang Büchner, „Der Spiegel“-Chefredakteur bis 2014, hatte den Zusammenschluss mit seinem Konzept „Spiegel 3.0“ schon vor einigen Jahren geplant. Laut „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ soll es damals vor allem aus der Printredaktion Widerstand gegeben haben. 2018 hat Geschäftsführer Thomas Hass die Zusammenführung dann angekündigt.

Laut eigenen Angaben beschäftigte die Spiegel-Gruppe 2017 über 1100 Vollzeitbeschäftigte, die sich auf Redaktionen, Dokumentation, redaktionelle Dienste und Verlagsabteilungen verteilen.

mew/dpa

Titelfoto: Der Spiegel/Noshe

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Melanie Weimann, Jahrgang 1992, ist in ihrem Leben zwölf Mal umgezogen – einmal davon mit dem Flixbus. In Ansbach studierte die gebürtige Fränkin Ressortjournalismus mit Schwerpunkt Medizin und Biowissenschaften. Im Anatomiekurs hielt sie sogar einmal ein menschliches Herz in den Händen. Ihr Studium schloss sie allerdings in der Medienethik ab: mit einer Analyse über Jan Böhmermanns Schmähgedicht und vermutlich dem Weltrekord von Schimpfwörtern in einer wissenschaftlichen Arbeit. Später zog sie von München über Nürnberg nach Berlin, wo sie in einer Agentur und in Startups in der PR und Unternehmenskommunikation arbeitete. Unter anderem betreute sie einen Hersteller von Luxus-Hundebetten, eine Plattform für Smart Home und organisierte Events für die Dating-App Tinder: Mate, Calls und Pitches inklusive. Kürzel: mew