Am Montagabend versammelten sich mehrere Hundert Menschen vor der Roten Flora, um gegen rechte Gewalt zu protestieren. Anlass der Demonstration war der Mord an dem hessischen Regierungspräsidenten Walter Lübcke. 

Die Versammlung linker Demonstrant*innen und Autonomen startete gegen 20 Uhr vor der Roten Flora. Laut Polizei waren es 200 Teilnehmer*innen, Beobachter*innen gingen von mehr aus. Der Protestzug blieb abgesehen von kleinen Rangeleien nach Polizeiangaben zunächst friedlich.

Die Demonstranten versammelten sich vor dem linksautonomen Kulturzentrum Rote Flora, um von dort zum Neuen Pferdemarkt zu ziehen. Der Abmarsch hat sich laut Polizei etwas verzögert, da die Demonstration zunächst nicht angemeldet gewesen sei. Wie das „Hamburger Abendblatt“ berichtet, sollte die geplante Route über den Neuen Pferdemarkt und die Budapester Straße bis zum Millerntor-Stadion verlaufen. Diese wurde von der Polizei jedoch verboten. Als genehmigte Alternativroute nahmen die Demonstrant*innen den Weg über die Schanzenstraße zurück zum Schulterblatt.

Am Neuen Pferdemarkt sei es zu kleineren Auseinandersetzungen mit der Polizei gekommen, berichtet das „Abendblatt“. Die Teilnehmer*innen hätten versucht, doch den geplanten Weg in Richtung Millerntor-Stadion zu nehmen. Die Polizei stoppte die Demonstrant*innen, verletzt wurde niemand.

Walter Lübcke war Anfang Juni vor seinem Wohnhaus erschossen worden. Die Bundesanwaltschaft geht von einem politischen Attentat mit einem rechtsextremen Hintergrund aus.

mew/dpa

Titelfoto: Bodo Marks/dpa

Vorheriger ArtikelHammerbrooklyn: Startschuss für Digital-Campus
Nächster ArtikelPlatzmangel: Sportplätze sollen auf Hamburgs Dächer
Melanie Weimann, Jahrgang 1992, ist in ihrem Leben zwölf Mal umgezogen – einmal davon mit dem Flixbus. In Ansbach studierte die gebürtige Fränkin Ressortjournalismus mit Schwerpunkt Medizin und Biowissenschaften. Im Anatomiekurs hielt sie sogar einmal ein menschliches Herz in den Händen. Ihr Studium schloss sie allerdings in der Medienethik ab: mit einer Analyse über Jan Böhmermanns Schmähgedicht und vermutlich dem Weltrekord von Schimpfwörtern in einer wissenschaftlichen Arbeit. Später zog sie von München über Nürnberg nach Berlin, wo sie in einer Agentur und in Startups in der PR und Unternehmenskommunikation arbeitete. Unter anderem betreute sie einen Hersteller von Luxus-Hundebetten, eine Plattform für Smart Home und organisierte Events für die Dating-App Tinder: Mate, Calls und Pitches inklusive. Kürzel: mew