Lederkutten, Rockmusik und laute Zweizylinder – ab Freitag knattern die Besucher der Hamburger Harley Days wieder auf ihren Maschinen durch die Stadt. Dieses Mal ohne Peter Maffay aber mit einer E-Harley. So geht ihr dem Trubel aus dem Weg.

Von Freitag bis Sonntag finden die 19. Harley Days in Hamburg statt. Auf dem Großmarktgelände werden bei bestem Wetter circa 600.000 Motorradfans und Schaulustige erwartet. Die Veranstaltung gilt als eines der größten Motorradtreffen in Europa.

Das Spektakel muss dieses Jahr auf Peter Maffay verzichten. Der 69-Jährige Rocker, der in früheren Jahren gerne die 30 Kilometer lange Abschlussparade anführte, hatte auch für dieses Jahr zugesagt, dann aber kurzfristig abgesagt.

Premiere der ersten Elektro-Harley

Auf den Harley Days feiert den Angaben der Veranstalter zufolge das erste Elektromotorrad des amerikanischen Herstellers seine Europapremiere. Das Modell soll im Spätsommer in den Handel kommen. Auf dem Großmarkt können sich die Besucher ein erstes Bild etwa von Leistung und Aussehen der mit Strom betriebenen Maschine machen.

Die neue Elektro-Harley am Straßenrand
Die erste Elektro-Harley für Europa: Harley Davidson LiveWire. Foto: Harley Davidson

Zu den Höhepunkten der drei Tage gehören der Wettbewerb der 100 schönsten umgebauten Maschinen am Samstag in der Mönckebergstraße, die geführten Touren durch die Nordheide, das Musikprogramm mit Blues-Gitarrist Kris Barras am Freitag, Country-Folk-Rocksängerin Laura Cox und der Kiezband Ohrenfeindt sowie das Feuerwerk am Samstagabend.

Wie in jedem Jahr enden die Harley Days am Sonntag mit einer 30 Kilometer langen Parade durch Hamburg. Die Veranstalter gehen von mehreren Tausend Mitfahrer*innen aus. Selbst bei schlechtem Wetter sind im vergangenen Jahr 8000 Biker*innen mitgefahren.

Mit Einschränkungen muss gerechnet werden

Bei 600.000 Fans und Fahrer*innen müssen Hamburger am Wochenende mit Einschränkungen im Straßenverkehr rechnen:

Die Harley Days finden seit 2003 jedes Jahr in Hamburg statt, in den ersten Jahren rund um die Reeperbahn. Um Anwohner*innen vor Lärm und Abgasen zu schützen, mussten die Motorradbegeisterten 2010 auf das Gelände am Großmarkt ausweichen. Gleichzeitig werden die Biker*innen im Rahmen der Kampagne „Respekt für Hamburg“ dazu aufgerufen, sogenannte Burnouts und Durchfahrten durch Wohngebiete zu vermeiden.

jub/dpa

Titelfoto: Henning Angerer (Bergmann Gruppe)

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Justus Beyer, Jahrgang 1993, macht aus Scheiße Geld. Als Mitbegründer der Firma Horse Powered versorgt er Kleingärtner und Floristen mit Naturdünger-Pellets. Mit einem Jahr saß er das erste Mal auf einem Pferd, Landei ist er trotzdem nicht. Für das Studium der Medien- und Kommunikationswissenschaften zog es ihn vom Dortmunder Familienhof nach Hamburg. Dort analysierte er als Werkstudent bei dem Werberiesen Jung von Matt Zielgruppen und Wettbewerber namhafter Kunden. Unternehmen wie BMW, Montblanc und Ricola bereiteten ihm schlaflose Nächte. Bei Xing fand er dann sein persönliches Silicon Valley: Massagen im Büro, Geburtstagskonfetti und persönliche Weihnachtsgrüße vom CEO. Als Curation Manager fütterte Justus den Algorithmus und vernetzte Menschen mit gleichen beruflichen Interessen. Seine Konstante im Leben: Espresso. Kürzel: jub