Mit Rauchschwaden aus einer Feuerschale protestierte Extinction Rebellion vor dem Gebäude der Siemens AG. Das Unternehmen will keine direkt Stellungnahme dazu abgeben.

Mit Bannern und einer Feuerschale demonstrierte Extinction Rebellion aus Hamburg gestern vor dem Gebäude der Siemens AG am Lindenplatz. Auslöser der Demonstration war die geplante Mitarbeit von Siemens am größten Kohlebergwerke der Welt. Extinction Rebellion kritisierten die Entscheidung Signaltechnik für die Bahnstrecke zu liefern, auf der künftig die Kohle einer Mine der Adani-Gruppe Richtung Hafen transportiert werden.

Siemens ließ die Protestierenden vor dem Hamburger Firmensitz gewähren, wollte sich aber nicht weiter äußern. „Die Siemens-Niederlassung in Hamburg hat keinerlei Verbindungen zu dem Minenprojekt in Australien. Unser Standort hier konzentriert sich schon seit längerem vor allem auf nachhaltige Technologien wie Windkraft, Gebäudeeffizienz, Landstromanlagen und Hybridantriebe für Schiffe“, sagte Pressesprecher Lars Kläschen auf Anfrage.

Schwierige Doppelmoral von Siemens

Extinction Rebellion Hamburg sieht das anders. „Siemens beweist eine Doppelmoral“, sagte die Pressesprecherin der Gruppe Lisa Bieber. „Die haben ein gutes Nachhaltigkeitskonzept. Aber dann unterstützen sie solche Projekte. Das passt nicht zusammen.“

Am vergangenen Montag hatte auch Fridays for Future gegen die Entscheidung des deutschen Konzerns demonstriert. Das Projekt und die Unterstützung durch Siemens ist umstritten, weil der Kohleabbau als extrem umweltschädlich gilt. Besondere Aufmerksamkeit bekam die Entscheidung durch die anhaltenden Buschbrände in Australien.

sis/jub

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Justus Beyer, Jahrgang 1993, macht aus Scheiße Geld. Als Mitbegründer der Firma Horse Powered versorgt er Kleingärtner und Floristen mit Naturdünger-Pellets. Mit einem Jahr saß er das erste Mal auf einem Pferd, Landei ist er trotzdem nicht. Für das Studium der Medien- und Kommunikationswissenschaften zog es ihn vom Dortmunder Familienhof nach Hamburg. Dort analysierte er als Werkstudent bei dem Werberiesen Jung von Matt Zielgruppen und Wettbewerber namhafter Kunden. Unternehmen wie BMW, Montblanc und Ricola bereiteten ihm schlaflose Nächte. Bei Xing fand er dann sein persönliches Silicon Valley: Massagen im Büro, Geburtstagskonfetti und persönliche Weihnachtsgrüße vom CEO. Als Curation Manager fütterte Justus den Algorithmus und vernetzte Menschen mit gleichen beruflichen Interessen. Seine Konstante im Leben: Espresso. Kürzel: jub