Tödliche Schüsse in Lohbrügge

Kriminalität

Polizisten und Feuerwehrleute stehen am Tatort in Lohbrügge. Vorne ist ein Absperrband zu sehen.
Polizisten und Feuerwehrleute an der abgesperrten Straße. Foto: Daniel Bockwoldt/dpa

Am Lohbrügger Markt ist am Donnerstagabend ein Mann erschossen worden. Die Polizei hat zwei Verdächtige festgenommen, ein dritter Mann hat sich später selbst gestellt. 

Im Stadtteil Lohbrügge im Südosten Hamburgs sind am frühen Donnerstagabend mehrere Schüsse gefallen. Ein 26 Jahre alter Mann wurde tödlich verletzt, drei Verdächtige flüchteten nach Angaben der Polizei vom Tatort. Wenig später konnten Beamte zwei Männer im Alter von 41 und 43 in Tatortnähe festnehmen. Ein 28-Jähriger stellte sich kurze Zeit später der Polizei.

Die mutmaßliche Tatwaffe wurde sichergestellt. Der Tatort am Lohbrügger Markt wurde abgesperrt. Zu den Hintergründen machte die Polizei zunächst noch keine weiteren Angaben. Der 28-Jährige ist der mutmaßliche Schütze. Bei den beiden anderen Festgenommenen handelt es sich laut Polizei um zwei Komplizen. Wie genau sie an der Tat beteiligt gewesen sein sollen, ist bisher noch unklar.

Die Polizei ermittelt noch zu den Hintergründen und startete einen Zeugenaufruf.

Update: Die beiden festgenommenen Verdächtigen, deren Alter die Polizei inzwischen auf 41 und 43 Jahre korrigiert hat, sind wieder auf freiem Fuß. Es hätten keine Haftgründe vorgelegen. Sie seien Begleiter des Opfers gewesen, gab ein Polizeisprecher bekannt.

Nach ersten Erkenntnissen waren die vier Personen in einen Streit geraten. Nach Informationen der „Bild“ (verlinkt) seien Drogenschulden der Auslöser für die Tat. Plötzlich habe der 28-jährige Tatverdächtige eine Schusswaffe hervorgeholt und auf das Opfer geschossen, teilte die Polizei weiter mit. Der 26-Jährige war noch am Tatort unweit einer Feuerwache gestorben. Angehörige sowie weitere Zeugen der Tat mussten von einem Kriseninterventionsteam betreut werden.

sju/dpa

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Sandra Jütte, Jahrgang 1985, hat schon beim Imperium gearbeitet. Aber keine Sorge: In diesem Fall ist das eine Schauspielagentur in Berlin. Für ihr Studium der Wirtschaftskommunikation zog sie von Niedersachsen in die Bundeshauptstadt, bevor sie für ein Reisemagazin die Straßen Kapstadts erkundete. Dem Lokaljournalismus blieb sie während ihres Volontariats bei der "Märkischen Oderzeitung" in Brandenburg treu. Die Themen waren dort sogar spannender: Sandra schrieb unter anderem über einen entführten Dackel, den Sexshop im 5000-Seelen-Dorf und dreifachen Mord. In ihrer Zukunft sieht sie sich im Online- oder Fernsehjournalismus, denn sie will mehr als nur Print. Schokolade zum Beispiel. Kürzel: sju