21,1 Kilometer bei bis zu 35 Grad: Die Extremtemperaturen am Sonntag setzten auch den Läufer*innen des 25. Hella Halbmarathons zu. Dutzende kollabierten.

Es war der bisher heißeste Tag des Jahres und auch der heißeste Hella Halbmarathon, der je stattgefunden hat. Insgesamt mussten 141 Läufer*innen medizinisch versorgt werden, 57 von ihnen wurden in Krankenhäuser gebracht. Laut der Feuerwehr Hamburg wurden neben verletzten Sprunggelenken vor allem Sportler*innen mit Kreislauf-Schwäche und erhöhtem Flüssigkeitsverlust behandelt.

Von den 11.215 angemeldeten Läufer*innen gingen bei der Hitze nur 8402 an den Start, von denen 8056 das Ziel erreichten. „Wir haben uns schon vor drei Wochen auf Hitze vorbereitet und die Teilnehmer informiert und ihnen Tipps gegeben“, sagte Organisator Karsten Schölermann.

Engpässe beim Trinkwasser

An den zehn mobilen Unfall-Hilfestellen des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) mussten bereits um 10.55 Uhr, und damit eine Stunde nach Startschuss, mehr Halbmarathon-Teilnehmer als sonst versorgt werden. Daraufhin forderte der ASB von der Hamburger Feuerwehr Unterstützung an.

Die Rettungsleitstelle meldete die Alarmstufe „Notfall mit Massenanfall von Verletzten“, damit mehr Rettungskräfte eingesetzt werden können, teilte die Hamburger Feuerwehr mit. Sie unterstütze den ASB mit 18 Rettungswagen, zwei Notärzten und zwei Löschfahrzeugen.

„Wasser war nicht unser Problem“, sagte Veranstalter Schölermann. Bereits im Vorfeld wurde von sieben auf zwölf Wasserstellen an der Strecke aufgestockt, trotzdem gab es Engpässe bei der Trinkwasserversorgung. An einigen Stationen musste die Feuerwehr beim Nachfüllen der Becher aushelfen.

Favorit*innen siegen

Gewinner-Hella-Halbmarathon-Kiprotich-Kejata
Die Gewinner des Hella Halbmarathons: Melat Kejata und Stephen Kiprotich. Foto: Marco Grundt

Ein neuer Hamburger Streckenrekord wurde bei den Temperaturen nicht erreicht. Bei den Frauen siegte die Favoritin Melat Kejata aus Kassel. Sie lief die über 20 Kilometer lange Strecke in 1:11:29 Stunden und lag damit deutlich unter ihrer Bestzeit von 68:41 Minuten. Schnellster Mann war der favorisierte Olympiasieger von 2012, Stephen Kiprotich aus Uganda, in 1:04:11 Stunden.

lis/dpa

Titelfoto: Marco Grundt

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Lisa Sophie Kropp, Jahrgang 1994, braucht zum Feierabend kein Bier, sondern ein Stück Käse. Für ihren Bachelor in Inklusiver Pädagogik pendelte sie drei Jahre lang von Hamburg nach Bremen und kann seitdem in jeder Bahn schlafen. Nach dem Studium lernte sie in Australien Wein herzustellen, schlürfte Pho in Vietnam und ergriff auch in Thailand Pad Thai für gutes Essen. Zurück in Hamburg stieg sie konsequenterweise als freie Mitarbeiterin des Magazins „Food and Travel“ ins Berufsleben ein. Für das „Hamburger Abendblatt“ schrieb sie über die besten Grillplätze und das Kulturprogramm Harburgs. Neben den Deichtorhallen und dem Deutschen Schauspielhaus findet man Lisa häufig im Abaton. Sie liebt deutsche Filme – aber nicht Matthias Schweighöfer. Der ist ihr zu cheesy. Kürzel: lis