Clever Shuttle Auto fährt durch Ottensen.
Seit September 2017 fahren die Clever Shuttle Autos durch Hamburgs Straßen. Foto: CleverShuttle / Finn Fredeweß

Das Sammeltaxiunternehmen Clever Shuttle schließt seinen Standort in Hamburg. Konkurrent Moia bleibt auf der Straße.

Der Ridepooling-Anbieter Clever Shuttle stellt in Hamburg seinen Betrieb ein. Das gab das Unternehmen bekannt. Auch die Standorte in Frankfurt und Stuttgart sind betroffen. Als Anlass für die Schließung nennt das Unternehmen wirtschaftliche Gründe sowie in Frankfurt und Stuttgart “bürokratische Hindernisse durch das veraltete Personenbeförderungsgesetz”.

Betroffene Kunden können ihr verbleibendes Guthaben entweder an einem der weiterhin offenen Standorte in Berlin, Kiel, Leipzig, Dresden und München nutzen oder es sich zurückerstatten lassen. In einer Rundmail verspricht das Unternehmen seinen Kunden, ihnen ihr Geld innerhalb von vier Wochen nach Anfrage zu erstatten.

Clever Shuttle: 330 Fahrer betroffen

Zusammen mit der Deutschen Bahn, die eine Mehrheit an dem Unternehmen besitzt, sollen nun alternative Anstellungsmöglichkeiten für ehemalige Fahrer gesucht werden. Laut Deutscher Presseagentur verlieren etwa 330 Fahrer ihren Job durch die Schließungen.

Ähnlich wie bei Elektroshuttle-Anbieter Moia können Fahrgäste bei Clever Shuttle mit einer App Fahrten bestellen. Ein Algorithmus berechnet anschließend, ob auf dem Weg noch weitere Fahrgäste mitgenommen werden können und die Fahrt so geteilt werden kann.

Hamburg ließ 2017 zunächst 20 Clever Shuttle Autos zu. Später bekam das Unternehmen die Erlaubnis, die Flotte auf 50 Fahrzeuge aufzustocken. Alle Wagen sind umweltfreundlich mit Elektro- oder Wasserstoffantrieb unterwegs.

abe

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Astrid Benölken, Jahrgang 1993, hat als Kind sogar die Erziehungsratgeber ihrer Eltern gelesen, wenn ihr die Lektüre ausging. Zu ihren Lieblingsbüchern zählen Klassiker von Goethe, aber auch neue Werke, wie die des Nobelpreisträgers Ishiguro. Für ihr Ressortjournalismus-Studium mit Schwerpunkt Kultur zog Astrid aus dem kleinen Ort Seppenrade im Münsterland ins bayerische Ansbach. Nach dem Studium reiste sie mit dem Rucksack durch Südamerika, Osteuropa und Indien. Als Journalistin hat sie schon für die „Westfälischen Nachrichten“, „Faz.net“, den „Bayerischen Rundfunk“ und die „Süddeutsche Zeitung“ gearbeitet – am liebsten zu Kulturthemen. Kürzel: abe