Glück in Punkten: Der Glücksatlas der Deutschen Post bewertet jedes Jahr 19 Regionen nach ihrer Zufriedenheit. Hamburg ist abgerutscht auf Platz drei, bleibt aber trotzdem jung und reich.

Hamburger gehören zu den glücklichsten Menschen in Deutschland. Das ist das Ergebnis des  Glücksatlas 2019. Zum neunten Mal bewertete die Deutsche Post in ihrer Studie, wie glücklich Menschen in Deutschland sind. Hamburg landete auf Platz drei. Nur Hessen und Schleswig-Holstein sind glücklicher als Hamburger. Den letzten Platz belegte Brandenburg.

Auf einer Skala von null bis zehn wird in der Studie bewertet, welches die glücklichste Region in Deutschland ist. Die Untersuchung liefert auch einen allgemeinen Glückswert für Deutschland: Mit 7,14 Punkten waren die Deutschen 2019 seit Beginn der Erhebung so glücklich wie noch nie.

Dafür seien unter anderem die gute Beschäftigungslage und die positive Entwicklung der Haushaltseinkommen verantwortlich, sagte Prof. Dr. Bernd Raffelhüschen der Universität Freiburg. Zusammen mit Dr. Robert Grimm leitete er diese Studie.

Hamburg: jung, reich und ungleich 

Auch wenn Hamburg in diesem Jahr einen Platz abrutschte, hat sich verglichen mit 2018 wenig verändert. Mit einem durchschnittlich verfügbaren Pro-Kopf-Einkommen von etwa 24.000 Euro pro Jahr verdienen die Hamburger*innen immer noch am besten in Deutschland. Das erklärt auch, warum sie mit ihrem Haushaltseinkommen am zufriedensten sind. 

Gleichzeitig gibt es viele Menschen in Hamburg, denen es finanziell nicht gut geht: Auch bei der Armutsgefährdungsquote belegte die Stadt mit 18,7 Prozent deutschlandweit den ersten Platz. So zeigt die Studie auch, wie ungleich die Einkommen in Hamburg verteilt sind.

Die Stadt ist außerdem, wie auch die Ergebnisse aus 2018 zeigten, jung geblieben. Nur 18,4 Prozent der Hamburger*innen sind über 65 Jahre alt. Die Pflegequote ist mit 34,5 je 1000 Einwohner die zweitniedrigste in Deutschland.

Nur die Wohnsituation stimmt die Hamburger*innen unzufrieden. Gemessen an den Monatseinkünften hat die Stadt, laut der Studie, die dritthöchsten Wohnkosten in Deutschland.          

Glücksatlas 2019: Gender Diversity als Schwerpunkt 

Der Schwerpunkt des Glücksatlas 2019 lag auf Gender Diversity und Geschlechtergerechtigkeit.

Die Daten für die Erhebung stammen aus unterschiedlichen Untersuchungen zur Lebenszufriedenheit. Wissenschaftler*innen werteten sie im Auftrag der Deutschen Post aus.

sis

Titelfoto: Unsplash/Anthony Ginsbrook

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Simon Schröder, Jahrgang 1992, fehlt als Schönwetter-Surfer nur eines an seiner geliebten Heimatstadt: Dauersonne. Deshalb entflieht er jeden Sommer Hamburgs Schmuddelwetter und arbeitet als Wellenreitlehrer an der französischen Atlantikküste. Sein Studium der Kulturwissenschaften in Lüneburg war ihm zu theoretisch. Praktische Arbeit fand er nach seinem Abschluss bei den Online-Magazinen "Zeitjung" und "Bento". Mit seinem Gespür für Menschen interviewte er Pornoproduzenten, Freier und Lehrer. Wenn er es an seinem Schreibtisch nicht mehr aushielt, kochte er im Nil und Salt & Silver. Für seine zwei Mitbewohner macht er noch heute seine raffinierte Bolognese. Geheimzutat: Schokolade. Das würde er aber nie jemandem verraten. Kürzel: sis

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