Mehr Naturschutz-Ranger und ein Grün-Koordinator: Das sind die Pläne des Senats, um Hamburgs Grünflächen langfristig zu schützen. Dafür sollen jährlich Millionen Euro investiert werden. Eine der ersten Amtshandlungen führen an das Ufer der Bille.

40 Prozent des Hamburger Landesgebiets soll dauerhaft grün bleiben – das teilte laut NDR Umweltsenator Jens Kerstan (Die Grünen) am Dienstag mit. Zukünftig sollen bestehende Grünflächen zum Teil aufgewertet werden. So soll etwa das Ufer der Bille im Osten Hamburgs besser zugänglich gemacht und betonierte Parkplätze in Eppendorf entsiegelt werden, damit Regen besser versickern kann. Kerstan reagiert damit auf die Forderung der Volksinitiative Hamburgs Grün erhalten.

Millionen pro Jahr für Grünflächen

Im kommenden Jahr soll für die Umsetzung dieser Maßnahmen zehn Millionen Euro investiert werden, in den darauffolgenden Jahren rund 17,5 Millionen Euro. 53 Angestellte sollen mit diesem Geld bezahlt werden, darunter auch Naturschutz-Ranger und ein sogenannter Grün-Koordinator.

„Mit den zusätzlichen finanziellen Mitteln und der personellen Aufstockung gibt es nun eine Basis, die Handeln im Sinne des Naturschutzes möglich macht“, sagte Alexander Porschke, Vorsitzender des Naturschutzbund Deutschland (Nabu) Hamburg, dem NDR.

Besonderer Schutz für Hamburgs Grünen Ring

Die Fläche rund zehn Kilometer um das Hamburger Rathaus wird Grüner Ring genannt. Hier werden bestehende Grünflächen besonders stark geschützt und dürfen nur mit einer Ausnahmegenehmigung bebaut werden, teilte Senator Kerstan dem NDR mit. Wird diese erteilt, muss eine andere Grünfläche geschaffen werden, um den Neubau auszugleichen. Diese muss ebenfalls im Grünen Ring liegen.

nim

Titelbild: Pixabay

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Reiterhof, Tech-Konzern, Streetfood-Märkte – Nina Maurer , Jahrgang 1994, treibt die Neugier. Als Kind fand sie ihr Glück auf dem Rücken der Pferde. Reitlehrerin wurde sie aber nicht: Nach einem Freiwilligen Sozialen Jahr in einer Schule für Kinder mit Behinderung studierte sie Ökotrophologie in Hamburg. Ihre Begeisterung für Essen und Kommunikation vereinte sie als Werkstudentin und Volontärin in einer PR-Agentur. Für Food-Marken durchforstete sie sämtliche Blogs Deutschlands. Seit 2018 arbeitet sie in der Unternehmenskommunikation des Tech-Konzerns NXP. Wenn sich Nina nicht gerade mit künstlicher Intelligenz beschäftigt, stöbert sie in der Hamburger Gastro-Szene nach rohem Fisch und Kurzkornreis. Auch zu Hause experimentiert sie gerne: ob Sushi, Curry oder Kürbissuppe – Hauptsache viel Ingwer. Kürzel: nim