Abgebrochene Äste, umgeknickte Bäume: Am Sonntagabend rückte die Hamburger Feuerwehr zu zahlreichen Einsätzen aus. Grund hierfür war das Sturmtief „Wilfried“. Auch an der nordfriesischen Küste kam es zu Sturmfluten.

Es war die erste Sturmflut in diesem Winter in Hamburg: Am Sonntagabend brachte das Tief „Wilfried“ Sturm und Regen nach Hamburg und ließ die Pegelstände der Elbe steigen. Um 18.20 Uhr wurde auf St. Pauli ein Wasserstand von 1,81 Meter über dem mittleren Hochwasser gemessen.

Die Hamburger Feuerwehr rückte zu rund 50 wetterbedingten Einsätzen aus. Es seien Äste abgebrochen und Bäume, Bauzäune sowie Verkehrsschilder umgeknickt, teilte ein Sprecher der Hamburger Feuerwehr am Abend mit. Verletzte habe es nicht gegeben.

„Wilfried“ an der nordfriesischen Küste

Auch an der nordfriesischen Küste gab es Sturmfluten. In Husum wurde das mittlere Hochwasser um 2,40 Meter überschritten, im Eidersperrwerk waren es 2,12 Meter und in Dagebüll 2,06 Meter. Laut dem Bürgermeister von Dagebüll wurde dort ein Auto weggespült, das auf der Mole im Halteverbot parkte. Verletzte gab es auch an der Nordküste nicht.

Es handele sich um eine kleine Sturmflut, sagte ein Wissenschaftler des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie am Sonntag. „Wenn die Ebbe kommt, geht auch die Sturmflut wieder.“

Wetteraussichten in der kommenden Woche

Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes ist in der kommenden Woche mit mildem, unbeständigen Wetter zu rechnen. Für Hamburg sind  Höchsttemperaturen von zehn Grad Celsius angekündigt. Eine weitere Sturmflut wird nicht erwartet.

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nim/dpa

Titelbild: Bodo Marks/dpa