Alle Jahre wieder stellt sich die Frage: Wird es dieses Jahr Weiße Weihnachten in Hamburg geben? Das letzte Mal gab es die 2010. Dieses Jahr stehen die Chancen mal wieder schlecht. 

Weihnachtslieder wie „Leise rieselt der Schnee“ oder „O Tannenbaum“ stimmen uns auf Schneeflocken und dicke Schneeschichten vor der Tür ein. Doch Weiße Weihnachten gab es in Hamburg schon länger nicht mehr.

Wenn zu Weihnachten an allen drei Feiertagen eine Schneedecke von mindestens einem Zentimeter Höhe gemessen wird, dann spricht der Deutsche Wetterdienst (DWD) von Weißen Weihnachten. Zuletzt gab es die vor neun Jahren im Jahr 2010.

„Mit einer Schneehöhe von 19 cm an Heiligabend und am 1. Weihnachtsfeiertag, sowie 20 cm am 2. Feiertag wurden 2010 vergleichsweise hohe Werte gemessen“, sagt Frank Kahl, Sprecher der DWD.

Grafik erstellt mit Piktochart von Justus Beyer.

Insgesamt gab es seit 1961 sechs mal Weiße Weihnachten. Im Jahr 1962 und 1986 gab es zwar einige Schneeflocken, jedoch haben die Schneehöhen nicht an jedem Tag ausgereicht, um von Weißen Weihnachten sprechen zu können. Entweder blieb der Schnee nicht über die gesamten drei Feiertage liegen oder die Schneedecke war zu dünn.

Mehr Schnee in Berlin und München

Im Durchschnitt gab es in den vergangenen 58 Jahren knapp alle zehn Jahre Schnee an den Weihnachtstagen in Hamburg. Im Vergleich dazu, schneit es in München durchschnittlich alle drei Jahre und in Berlin etwa alle sieben Jahren. Kiel oder Cuxhafen liegen mit ihren Werten jedoch noch hinter Hamburg. Das Schlusslicht bilden die Nordseeinseln, das Emsland und der Niederrhein. Hier schneite es in den vergangenen 58 Jahren am seltensten an allen drei Feiertagen.

Grafik erstellt mit Piktochart von Luise Reichenbach.

Keine Weiße Weihnachten 2019

Auch in diesem Jahr stehen die Chancen für ein weiß gedecktes Hamburg an Weihnachten schlecht. Ob es Weihnachten schneit, kann auch Herr Kahl noch nicht genau sahen: „Es ist noch etwas zu früh. Bestenfalls kann ich das eine Woche vorher sagen.“ Laut Angaben des Deutschen Wetterdienstes liegt die Wahrscheinlichkeit für Weiße Weihnachten aber bei unter 10 Prozent.

Einen Zusammenhang mit dem Klimawandel kann Kahl nicht bestätigen: „Wir gehen nicht davon aus, dass der Klimawandel Einfluss auf die Schneewahrscheinlichkeit am diesjährigen Weihnachten hat.“

Titelfoto: Olleaugust/Pixabay

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Luise Reichenbach, Jahrgang 1994, hat vier Vornamen, nutzt aber keinen davon. Die Hamburgerin legt sich nicht gerne fest: Sie zog von Hamburg nach Bayern, wechselte von Wirtschaft zur Kommunikationswissenschaft und redet mal über Schrotträder, mal über moderne Malerei. Im Zweitfach studierte Lissy Kunstgeschichte und lernte beim deutschen Cocktailmeister den perfekten Whiskey Sour zu mixen. Bei Scholz & Friends in Berlin arbeitete sie unter anderem für Amnesty International, Mercedes und Vodafone. Für Montblanc organisierte sie Messen für die neuen Kollektionen in ihrer Heimatstadt Hamburg. Am Wochenende steht sie im Schanzenviertel am Kickertisch oder klappert mit ihrem Rad die Flohmärkte ab, immer auf der Suche nach seltenen Bildern oder neuem Lesestoff. Kürzel: lr
Justus Beyer, Jahrgang 1993, macht aus Scheiße Geld. Als Mitbegründer der Firma Horse Powered versorgt er Kleingärtner und Floristen mit Naturdünger-Pellets. Mit einem Jahr saß er das erste Mal auf einem Pferd, Landei ist er trotzdem nicht. Für das Studium der Medien- und Kommunikationswissenschaften zog es ihn vom Dortmunder Familienhof nach Hamburg. Dort analysierte er als Werkstudent bei dem Werberiesen Jung von Matt Zielgruppen und Wettbewerber namhafter Kunden. Unternehmen wie BMW, Montblanc und Ricola bereiteten ihm schlaflose Nächte. Bei Xing fand er dann sein persönliches Silicon Valley: Massagen im Büro, Geburtstagskonfetti und persönliche Weihnachtsgrüße vom CEO. Als Curation Manager fütterte Justus den Algorithmus und vernetzte Menschen mit gleichen beruflichen Interessen. Seine Konstante im Leben: Espresso. Kürzel: jub