Schreck für eine 80-jährige Hamburgerin: Das Standesamt Altona beurkundete fälschlicherweise ihren Tod. Der Fehler flog erst auf, als ihre Familie Post vom Nachlassgericht erhielt.

Das Standesamt Altona hat fälschlicherweise eine Sterbeurkunde für eine 80-Jährige ausgestellt, obwohl diese noch lebt. Einer Beamtin sei „ein bedauerlicher Fehler“ unterlaufen, sagte ein Sprecher des Bezirksamts Altona am Donnerstag.

Der Grund dafür seien die Namensgleichheit und ein ähnliches Geburtsdatum zu einer Frau gewesen, die kurz zuvor in einem Pflegeheim gestorben war. Jährlich werden im Standesamt Altona etwas 3500 Todesfälle beurkundet. Die Verwechslung sei „ein absoluter Ausnahmefall“, sagte der Sprecher.

Die Angehörigen hatten das Missverständnis im Dezember bemerkt, als sie vom Nachlassgericht wegen des Testaments der Frau angeschrieben worden waren, sagte der Sprecher des Gerichts. Das Standesamt übermittelt als zentrale Stelle für das Sterberegister die Todesfallmitteilung auch an weitere Dienste wie das Standesamt im Geburtsort des Verstorbenen oder das Nachlassgericht.

Fehler des Standesamtes sorgte für Unannehmlichkeiten

Für die 80-Jährige hatte der Fehler fatale Folgen, wie Angehörige dem „Hamburger Abendblatt“ berichteten. So war die Seniorin plötzlich bei der Krankenkasse abgemeldet, ihre Rente wurde nicht mehr gezahlt und ihr Konto wurde gesperrt.

Mittlerweile sei aber bestätigt worden, dass die Todesfallmitteilung falsch gewesen sei, sagte der Gerichtssprecher am Donnerstag. Die 80-Jährige habe außerdem nun „eine Art Lebensbescheinigung“ vom Einwohnermeldeamt ausgestellt bekommen, sagten die Angehörigen der Zeitung.

lzu/dpa
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