Uwe Kaspereit bekam mehrere Monate Freiheitsentzug, weil er Flugblätter verteilte. Er wollte raus aus der DDR und wurde schließlich von der BRD freigekauft. FINK.HAMBURG hat mit dem Zeitzeugen über Widerstand gesprochen und darüber, wie er heute auf das vereinte Land blickt.

Seit 39 Jahren lebt Uwe Kaspereit in Hamburg und betreibt in der Hoheluftchaussee ein Eisenwarengeschäft. Geboren wurde er 1958 in der mecklenburgischen Kleinstadt Bützow in der DDR. Während seiner Jugendzeit stellt er die politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse des herrschenden Regimes infrage und versucht deshalb, mit einem Ausreiseantrag 1977 in den Westen zu gelangen. Dieser wird jedoch abgelehnt.

Wenige Tage nach seinem Ersuch setzt die Überwachung und Beobachtung seiner Person durch die Staatssicherheit ein. Auch ein erneuter Ausreiseantrag im Januar 1978 wird verweigert. Als Kaspereit und ein Freund einige Monate später Flugblätter in ihrer Heimatstadt anbringen, um dem Ausreisewunsch mehr Nachdruck zu verleihen, werden die beiden verhaftet und in Stasi-Untersuchungshaft genommen.

Nach mehreren weiteren Verhaftungen und Freiheitsstrafen wird Kaspereit 1981 von der Bundesrepublik freigekauft – wie 33.754 weitere politische Häftlinge – und kommt nach Westdeutschland. Bis zu 100.000 Deutsche Mark zahlte der Westen damals für die Freilassung eines DDR-Bürgers, anfangs wurde auch gegen Waren getauscht.

FINK.HAMBURG hat sich mit Uwe Kaspereit getroffen, um über das Recht auf Freiheit, den Mauerfall und die deutsche Einheit zu sprechen.

FINK.HAMBURG: Herr Kaspereit, wieso waren Sie mit der Politik in der DDR nicht einverstanden?

Kaspereit: So hoch würde ich gar nicht greifen, dass ich mit der dortigen Politik nicht einverstanden war. Klar, das gesellschaftliche und politische Leben hat mir nicht gefallen. Das Entscheidende war für mich, dass ich in Freiheit leben wollte, nicht eingesperrt. Ich wurde in der DDR geboren, mein Leben hat dort stattgefunden, das war auch okay. Aber bis zum Rentenalter in diesem Land leben zu müssen, das war für mich unvorstellbar und widersprach auch meiner Auffassung von einem ganz grundlegenden Menschenrecht, dem Recht jedes Bürgers, selbst entscheiden zu können, wo man leben oder hinfahren möchte. Das wollte ich für mich einfordern. Darum habe ich einen Ausreiseantrag gestellt mit dem Ziel, nicht mehr in der DDR leben zu müssen.

„Ich wollte in Freiheit leben.“

FINK.HAMBURG: Gemeinsam mit einem Freund haben Sie Flugblätter aufgehängt. Wieso? 

Kaspereit: Mein erster Ausreiseantrag ist natürlich abgelehnt worden. Von dem Zeitpunkt an wurde ich von der Staatssicherheit erfasst. Das ist mir erst im Nachhinein bewusst geworden durch die Einsicht in die Stasi-Akte. Dadurch, dass der Antrag abgelehnt wurde, hatte ich keine Möglichkeit, dagegen vorzugehen.

Darum haben wir, mein Freund und ich, uns dazu entschieden auf eine andere Art und Weise unseren Unmut kundzutun. Wir wussten, Flugblätter werden gesehen. Wir dachten, das wird von der Staatsmacht so aufgefasst, dass wir kritisch und unliebsam sind und auch bleiben werden. Wir hatten die naive Vorstellung, dass das ein Grund wäre, uns gehen zu lassen.

Mit Flugblättern wollte Uwe Kaspereit seinem Ausreisewunsch Nachdruck verleihen. Foto: Isabel Surges
Mit Flugblättern wollte Uwe Kaspereit seinem Ausreisewunsch Nachdruck verleihen. Foto: Isabel Surges

FINK.HAMBURG: Und dafür wurden Sie dann verhaftet?

Kaspereit: Ja, man hat natürlich krampfhaft versucht, uns einen strafrechtlich relevanten Hintergrund zu unterstellen. Wir wurden zur Klärung des Sachverhalts festgenommen und den ganzen Tag über verhört. Während dieser Verhörprozedur wurde mir dann vorgeworfen, dass ich die Flugblätter verfasst hätte, um meinen Antrag auf Ausreise aus der DDR Nachdruck zu verleihen. So war es ja auch. Aber ich wusste nicht, dass das ein Straftatbestand war.

FINK.HAMBURG: Wie ging es dann für Sie weiter?

Kaspereit: Ich bin aus der Untersuchungshaft direkt ins Zuchthaus Cottbus gekommen und habe da zum ersten Mal von Oppositionellen mitbekommen, dass Freikäufe aus der Haft der DDR stattfanden. Das hat mich noch entschlossener gemacht.

Neben den neun Monaten Freiheitsstrafe sind mir auch staatliche Kontrollmaßnahmen auferlegt worden. Das Ziel war, mich sofort wieder in Haft nehmen zu können, wenn ich gegen diese verstoße. Die Kontrollmaßnahmen beinhalteten Aufenthaltsverbote in Gaststätten und Jugendclubs der Stadt, auch Umgangsverbote. Ich durfte die Stadt nicht verlassen und ich hatte auch keinen Personalausweis mehr.

„Und dann war ich nach fast vier Jahren anstrengender Zeit endlich im WEsten.“

Letztendlich habe ich gegen die Maßnahmen verstoßen, weil ich auf ein Konzert gehen wollte. Ich kam erneut für vier Wochen in Haft, die Kontrollmaßnahmen wurden verstärkt und irgendwann beschloss ich, einfach gegen alles zu verstoßen und mein Leben so zu führen, wie ich es für richtig hielt.

Ich bin natürlich erneut verhaftet worden, fünfzehn Monate Freiheitsentzug. Kurz vor Haftende wurde mir dann gesagt, dass ich meine Sachen packen soll. Ich wurde nach Karl-Marx-Stadt, heute Chemnitz, gebracht und nach ungefähr drei Wochen durfte ich in einen Bus steigen, der nach Gießen fuhr. Nach fast vier anstrengenden Jahren war ich endlich am 21. Mai 1981 im Westen.

Nach Kaspereits erstem Ausreiseantrag wird er von der Staatssicherheit überwacht. Foto: Isabel Surges
Nach Kaspereits erstem Ausreiseantrag wird er von der Staatssicherheit überwacht. Foto: Isabel Surges

FINK.HAMBURG: Wie kam es dazu, dass Sie plötzlich in den Westen durften?

Kaspereit: Ich bin freigekauft worden. Das wurde uns aber nie so richtig erzählt. Es wurde nur angedeutet, dass jetzt eine Situation entstanden ist, in der sich die bundesdeutschen Stellen bemüht haben, mich aus der Haft rauszuholen. Wir sollten in der Bundesrepublik Deutschland damit aber nicht an die Presse gehen und auch nicht darüber reden, um die weiteren Freikäufe der politischen Häftlinge aus der DDR nicht zu gefährden.

„Mir wurde oft zum Vorwurf gemacht, dass ich meine Heimat, Freunde und Familie verlassen und egoistisch gehandelt habe.“

FINK.HAMBURG: Sie waren 23 Jahre alt, als Sie nach Hamburg gekommen sind. Wie war die ganze Situation für Ihre Eltern? Die wussten ja auch nicht, ob sie Sie je wiedersehen würden.

Kaspereit: Das war die dunkle und andere Seite der ganzen Geschichte. Mir wurde oft zum Vorwurf gemacht, dass ich meine Heimat, Freunde und Familie verlassen und egoistisch gehandelt habe. Ich habe zwar alles in der DDR zurückgelassen, aber trotzdem bin ich nicht der Täter. Letztlich bin ich eher das Opfer der politischen Seite der DDR, die mich nicht vom einen Teil Deutschlands in den anderen Teil fahren lassen wollten.

Wenn die Grenzen offen gewesen wären, wäre es nicht notwendig gewesen, meine Heimat zu verlassen. Insofern war das ein wichtiger Punkt, der mich auch während der ganzen Haft beschäftigt hat und über den ich viel nachgedacht habe. Aber natürlich gab es neben dem Ziel, in den Westen zu kommen und in Freiheit leben zu können, auch das Wissen darüber, dass ich nicht mehr in meine Heimat zurückkommen kann.

FINK.HAMBURG: Haben Ihre Eltern Ihnen Vorwürfe gemacht?

Kaspereit: Meinen Eltern war es wichtig, mir zu erklären, dass ich keine Chance habe und mein Ziel nicht erreichen kann. Es würde immer dazu führen, dass ich ins Gefängnis muss. Sie haben sich nie die Mühe gemacht zu verstehen, warum ich in den Westen will. Sie waren die klassischen Mitläufer, sie haben alles hingenommen, was man von ihnen verlangte. Für sie war es wichtig, vernünftig zu leben, eine Wohnung und Arbeit zu haben. Sie waren fleißige, rechtschaffende und ganz liebe Menschen, aber sie hätten nie etwas kritisiert. Ich war da anders gestrickt und meine Eltern wollten mich einfach davor bewahren, ins Unglück zu laufen. Aber als ich es dann endlich in den Westen geschafft hatte, waren sie beruhigt und zufrieden. Letztendlich waren sie glücklich, dass es mir gut ging.

DDR-Zeitzeuge Uwe Kaspereit im Interview mit FINK.HAMBURG-Redakteurin Sandra Jütte. Foto: Isabel Surges
DDR-Zeitzeuge Uwe Kaspereit im Interview mit FINK.HAMBURG-Redakteurin Sandra Jütte. Foto: Isabel Surges

FINK.HAMBURG: Können Sie verstehen, warum sich andere Menschen dem System unterworfen haben?

Kaspereit: Dazu muss ich erstmal sagen, dass das Leben in der DDR ja nicht grundsätzlich und absolut unerträglich war. Man konnte sein Leben in gewissen Bereichen schon selbst gestalten, aber wenn man das große Ziel hatte, die Welt und andere Kulturen kennenzulernen, stieß man dort an Grenzen.

„Es war für mich unerträglich, von einem Staat so eingenommen zu werden und keine eigene Meinung haben zu dürfen.“

Wenn ich zu dem Zeitpunkt verheiratet gewesen wäre und schon Kinder gehabt hätte, weiß ich nicht, ob ich diesen Weg gegangen wäre. Insofern kann ich jeden verstehen, der sich mit den Verhältnissen in der DDR arrangiert und all dem untergeordnet hat. Aber was ich nicht verstehe ist, dass man diese Dinge bewusst mitgestaltet, dem System gedient und seine Mitmenschen ausspioniert hat.

Für mich war ganz klar, dass die Vereinnahmung der eigenen Person durch den Staat und die Partei unerträglich war und das konnte ich auf keinen Fall hinnehmen. Ich wollte eine eigene Meinung haben. Mir selbst eine Weltanschauung aneignen und selbst reflektieren können – und das war in der DDR unmöglich.

FINK.HAMBURG: Wie stehen Sie zu den Menschen, die das System in der DDR mitgestaltet haben?

Kaspereit: Diktaturen verbreiten in erster Linie Angst, durch ihren Machtapparat und ihre Instanzen. Sie wirken gewaltsam auf die Menschen ein, indem sie ihnen sagen, dass sie in verschiedenen Bereichen nicht weiterkommen werden, wenn sie nicht mitmachen. Wer sich etwa in der Schule nicht unterworfen hat, hatte Probleme, Abitur zu machen. Das sind alles Faktoren, die dazu führen, dass viele Menschen mit ihrer Meinung hinter dem Berg halten und sich in der Diktatur irgendwie einrichten.

Aber die Leute, die bewusst das Lied mitsingen, um Vorteile zu bekommen, verstehe ich grundsätzlich nicht. Zum Glück haben in den späten achtziger Jahren immer mehr Menschen öffentlich gesagt, dass sie sich das nicht mehr gefallen lassen und freie Menschen mit freien Meinungen sein wollen. Wenn einige den Mut haben, etwas in Gang zu setzen, schließen sich auch viele an. Durch kleine Aktivitäten kann eine Bewegung entstehen.

Seit 1988 betreibt Uwe Kaspereit ein Eisenwarengeschäft in der Hoheluftchaussee. Foto: Isabel Surges
Seit 1988 betreibt Uwe Kaspereit ein Eisenwarengeschäft in der Hoheluftchaussee. Foto: Isabel Surges

FINK.HAMBURG: Ein Jahr, nachdem Sie den Eisenwarenladen in Hamburg übernommen hatten, kam der Mauerfall. Hätten Sie damit gerechnet?

Kaspereit: Niemals. Für mich war klar, dass das sozialistische Bollwerk, diese Staatengemeinschaft im Osten mit Führung der Sowjetunion, immer Bestand haben wird. Das war für mich eine Macht, die so präsent und unnachgiebig war, dass ich den Mauerfall niemals für möglich gehalten hätte. Auf der anderen Seite war aufgrund der ganzen Vorkommnisse, die im Laufe der Zeit sowohl in der Sowjetunion als auch später in der DDR passiert sind, klar, dass die Menschen sich das nicht ein Leben lang gefallen lassen werden. Insofern war es schon vorhersehbar.

„Nach der Grenzöffnung war ich wirklich frei.“

FINK.HAMBURG: Was war das für ein Gefühl, als die Grenzen geöffnet wurden?

Kaspereit: Das war ein Gefühl der vollkommenen Zufriedenheit. Jetzt war ich wirklich frei. Vorher konnte ich meine Verwandtschaft, meine Familie und meine Freunde nicht mehr sehen, das fehlte mir extrem. Als die Mauer fiel, konnte ich meine Heimat wieder besuchen, Freunde treffen und mit ihnen über alles reden, sie in den Arm nehmen. Das war ein enormes Glücksgefühl.

FINK.HAMBURG: Nach dem Mauerfall gingen viele auch wieder zurück in den Osten. War das für Sie jemals eine Option?

Kaspereit: Nein. Ich hatte hier meine Familie gegründet. Für mich stand ganz klar fest: Ich habe mich hier sozialisiert, einen Sportverein gefunden und einen großen Freundeskreis aufgebaut. Und jetzt konnte ich ja auch hinfahren, wo ich wollte. Ich konnte Besuch empfangen, ich konnte Leute besuchen. Meine Heimat blieb Mecklenburg-Vorpommern, Bützow insbesondere. Aber meine neue Heimat war Hamburg.

FINK.HAMBURG: Sie haben sich später auch Ihre Stasi-Akte angeschaut. Was waren Ihre Beweggründe?

Kaspereit: Dass es eine Akte gab, war mir bekannt. Insofern dachte ich mir, wenn Leute etwas über dich aufgeschrieben haben und es Menschen gab, die um dich herum positioniert wurden, um dich auszuspitzeln und Meinungen von dir weiterzugeben, war für mich wichtig zu wissen, wer das war. Mir lag es am Herzen zu wissen, wie die Staatssicherheit sich in mein Leben eingemischt hat, ohne dass ich es mitbekommen habe.

FINK.HAMBURG: Stand etwas in den Akten, mit dem Sie überhaupt nicht gerechnet haben?

Kaspereit: Der Grund, warum ich die Akte unbedingt sehen wollte, war, dass ich genau das ausschließen wollte. Ich wollte unbedingt sagen können: Aus meinem unmittelbaren Freundeskreis und Familienkreis gab es keinen, der bei der Stasi angeheuert hat. Ich weiß nun aber auch, dass zwei ziemlich enge Freunde von mir mit der Staatssicherheit kooperiert und mich bespitzelt haben. Der eine Freund sehr intensiv und länger, der andere Freund nur ganz kurz und oberflächlich. Beide wurden zur konspirativen Mitarbeit erpresst und hatten sich schon damals geoutet. Sie waren aber keine hauptamtlichen Mitarbeiter der Stasi. 

FINK.HAMBURG: Würden Sie Deutschland heute als Einheit bezeichnen?

Kaspereit: Eine Einheit muss in jedem Punkt des gesellschaftlichen Lebens vollzogen werden. Das ist noch nicht erreicht. Aus meiner Sicht gibt es noch zu viele Unterschiede zwischen Ost und West. Die Dinge, die nicht so gut gelaufen sind und bis heute nicht gut laufen, werden in den Vordergrund gestellt, insbesondere auch von der Ost-Seite. Man konzentriert sich viel zu wenig auf die positiven Dinge.

„Wir sind jetzt ein Volk, wir sind jetzt ein Land.“

FINK.HAMBURG: Immer wieder wird in den älteren Generationen von „Wessi“ und „Ossi“ gesprochen. Begegnet Ihnen das auch?

Kaspereit: Natürlich. Ich versuche dem aber entgegenzutreten und zu sagen „Wir sind jetzt ein Volk, wir sind jetzt ein Land“. Wir sollten uns darauf konzentrieren, die Vergangenheit aufzuarbeiten und darüber zu reden. Wir müssen aber auch den Blick nach vorne werfen und das Positive mehr in den Vordergrund stellen. Das sollte uns gemeinsam einen. Bei großen sportlichen Ereignissen passiert das immer wieder, dann sind wir ein Volk, dann werden die deutschen Fahnen geschwenkt, dann ist man auf einer Wellenlänge. Das sollte immer so sein. Und: Wir sollten viel mehr versuchen, einander zu verstehen.

FINK.HAMBURG: Was bedeutet der Begriff „Freiheit“ für Sie? 

Kaspereit: Freiheit bedeutet für mich nicht, dass jeder machen kann was er will, sondern dass man nicht das machen muss, was man nicht will. Selbst eine nicht vollkommende und mangelhafte Demokratie ist besser als eine gut funktionierende Diktatur.

Wie eine andere Zeitzeugin von der DDR in die BRD kam, erfahrt ihr hier.

Titelbild: Isabel Surges

Vorheriger ArtikelHamburger Tatort: Wenn Kinder morden
Nächster ArtikelCoronavirus: Rassismus schützt nicht
Isabel Surges, Jahrgang 1994, ist bilingual aufgewachsen. Von ihrem Vater hat sie nicht nur die spanische Sprache gelernt, sondern auch ihren venezolanischen Zweitnamen bekommen: Yahaira. In Venezuela war sie zwar noch nicht, dafür allerdings mit dem Rucksack in Australien und für ein Semester in Málaga. Einen Kulturschock erlebte die gebürtige Düsseldorferin aber erst durch ihren Umzug nach Köln. Dort studierte sie Medienkulturwissenschaften sowie Germanistik und experimentierte mit neuen Formatideen im Innovationslabor der Filmproduktionsfirma Ufa. Auf deren Partys spielte sie unter anderem mit Joe Gerner Tischtennis. Als Community Managerin in den Kommentarspalten des WDR lernte sie auch die raueren Seiten des digitalen Diskurses kennen. Zuletzt schrieb sie für die Kulturredaktion der Deutschen Welle – oder wie Yahaira sagen würde: La ola alemana. Kürzel: isu
Laura Bieler, Jahrgang 1997, kennt jeden Pizzaofen ihrer Heimatstadt Hamburg. Hier studierte sie International Business Management mit Schwerpunkt Marketing und Kommunikation. Während eines Auslandssemesters in Paris perfektionierte sie ihr Französisch und besuchte die Paris Fashion Week. Direkt im Anschluss übernahm Laura bei einem Praktikum auf Mallorca die Marketing-Leitung eines Immobilienbüros. Reiten, Leichtathletik und Volleyball: Ihr sportliches Repertoire konnte sie auf der Insel noch um Surfen und Stand-Up-Paddling erweitern. Zurück in Hamburg arbeitete sie als Online-Redakteurin bei “Fit For Fun” und schwitzte beim Testen von Fitness-Apps. Kürzel: lab
Lisa Sophie Kropp, Jahrgang 1994, braucht zum Feierabend kein Bier, sondern ein Stück Käse. Für ihren Bachelor in Inklusiver Pädagogik pendelte sie drei Jahre lang von Hamburg nach Bremen und kann seitdem in jeder Bahn schlafen. Nach dem Studium lernte sie in Australien Wein herzustellen, schlürfte Pho in Vietnam und ergriff auch in Thailand Pad Thai für gutes Essen. Zurück in Hamburg stieg sie konsequenterweise als freie Mitarbeiterin des Magazins „Food and Travel“ ins Berufsleben ein. Für das „Hamburger Abendblatt“ schrieb sie über die besten Grillplätze und das Kulturprogramm Harburgs. Neben den Deichtorhallen und dem Deutschen Schauspielhaus findet man Lisa häufig im Abaton. Sie liebt deutsche Filme – aber nicht Matthias Schweighöfer. Der ist ihr zu cheesy. Kürzel: lis
Sandra Jütte, Jahrgang 1985, hat schon beim Imperium gearbeitet. Aber keine Sorge: In diesem Fall ist das eine Schauspielagentur in Berlin. Für ihr Studium der Wirtschaftskommunikation zog sie von Niedersachsen in die Bundeshauptstadt, bevor sie für ein Reisemagazin die Straßen Kapstadts erkundete. Dem Lokaljournalismus blieb sie während ihres Volontariats bei der "Märkischen Oderzeitung" in Brandenburg treu. Die Themen waren dort sogar spannender: Sandra schrieb unter anderem über einen entführten Dackel, den Sexshop im 5000-Seelen-Dorf und dreifachen Mord. In ihrer Zukunft sieht sie sich im Online- oder Fernsehjournalismus, denn sie will mehr als nur Print. Schokolade zum Beispiel. Kürzel: sju