Auf dem Jungfernstieg sollen Autos dem Bus- und Radverkehr weichen. Zudem sollen durch die Mönckebergstraße weniger Busse fahren. Darauf haben sich SPD und Grüne geeinigt.

Keine Autos mehr auf dem Jungfernstieg und weniger Verkehr in der Mönckebergstraße: Bei ihren Koalitionsverhandlungen haben SPD und Grüne am Montag beschlossen, die Innenstadt attraktiver für Fußgänger*innen und Radfahrer*innen gestalten.

Dafür haben sie zusammen drei “Leitprojekte” definiert, sagte Grünen-Fraktionschef Anjes Tjarks. Der Jungfernstieg an der Binnenalster und das angrenzende Passagenviertel sollen möglichst autofrei werden. Durch die Mönckebergstraße sollen weniger Busse fahren. Dafür sollen einige Buslinien auf die parallel verlaufende Steinstraße verlegt werden.

„Die Innenstadt wird sich sehr substanziell verändern“, sagt der Grünen-Fraktionschef. Tjarks und SPD-Fraktionschef Dirk Kienscherf wollen alle Interessensgruppen in die weiteren Planungen mit einbeziehen. Bürger*innen sollen sich in einer „Stadtwerkschaft 2030“ beteiligen können, so Kienscherf. Die aktuellen Baustellen der U-Bahnstationen Mönckebergstraße und Rathaus bieten laut Tjarks eine Gelegenheit, den Busverkehr in der Einkaufsstraße probeweise für mehrere Wochen zu pausieren.

cat/dpa