Der Hamburger Musikclub Molotow kann dank der Stadt Hamburg zurück an seinen ursprünglichen Standort. Foto: Molotow Facebook-Post
Der Hamburger Musikclub Molotow kann dank der Stadt Hamburg zurück an seinen ursprünglichen Standort. Foto: Molotow Facebook-Post

Der Hamburger Musikclub Molotow kann an seinen alten Standort zurückkehren. Die Stadt gibt 1,9 Millionen Euro zur zukünftigen Miete hinzu. Damit sind zunächst 25 Jahre abgesichert. Molotow-Besitzer Andi Schmidt sprach mit FINK.HAMBURG.

Der Hamburger Musikclub Molotow wird an seinen ursprünglichen Standort am Spielbudenplatz zurückkehren. Die finanzielle Hilfe von 1,9 Millionen Euro der Stadt Hamburg wird für den Umzug in den Neubau, sowie für die Miete der ersten 25 Jahre genutzt. „Nach jahrelangen Verhandlungen habe ich einen Anruf bekommen, dass nächste Woche unsere Unterstützung beschlossen wird“, freut sich Molotow-Besitzer Andi Schmidt im Gespräch mit FINK.HAMBURG.

Stadt Hamburg hilft Molotow mit Mietzuschuss

Die rot-grüne Regierungsfraktion möchte laut „Hamburger Abendblatt“ einen entsprechenden Antrag nächsten Dienstag in die Bürgerschaft einbringen. „Das Geld der Stadt ermöglicht uns den Umzug und die Herstellung eines Clubs im Neubau. Dort finden wir erstmal eine nackte Betonwand, die Schalldämmung ist das Teuerste am Umzug“, sagt Schmidt. Durch einen in den 1,9 Millionen Euro enthaltenen Mietzuschuss sind die ersten 25 Jahre im neuen alten Molotow erstmal gesichert. Die vom Investor geforderte Miete überstieg die Möglichkeiten des Molotows, so Schmidt.

Umzug des Molotows nicht sofort

Das Molotow musste im Dezember 2013 schließen, da die sogenannten Esso-Häuser als einsturzgefährdet galten und 2014 abgerissen wurden. Der Indieclub zog erst in ein Ausweichquartier an der Holstenstraße. Seit Spätsommer 2014 ist der Musikclub am Nobistor beheimatet. An den alten Standort zurückzukehren, war immer ein großer Wunsch des Betreibers.

Bis dahin wird allerdings noch viel Zeit vergehen. Wann der Umzug zurück an den Spielbudenplatz erfolgt, ist noch nicht absehbar. Der Baubeginn für das dort geplante „Paloma-Viertel“ am Standort der ehemaligen Esso-Häuser ist für Sommer 2021 geplant. Noch weiter will Schmidt nicht in die Zukunft blicken: „Für 25 Jahre ist jetzt erstmal sichergestellt, dass dort ein Liveclub reinkommt. Was nach 25 Jahren ist, weiß ich nicht. Aber ich hoffe immer noch ein Liveclub – ich hoffe wir“, so der Inhaber.

pan/dpa

Titelbild: Molotow Facebook-Post