Esso-Häuser Paloma-Viertel
Blick auf die "Esso-Häuser"-Baustelle. Foto: Bodo Marks/dpa

Das Gelände rund um die Ex-Kulttankstelle auf dem Kiez erhält einen neuen Namen: Aus rund 250 Vorschlägen entschied sich eine Jury für die Bezeichnung „Paloma-Viertel“. Der Name solle nicht nur geografisch Sinn ergeben.

Das Areal an der Reeperbahn, auf dem früher die Esso-Häuser standen, bekommt einen neuen Namen. Eine fünfköpfige Jury suchte aus rund 250 eingereichten Vorschlägen die Bezeichnung „Paloma-Viertel“ aus. Bis zum 15. Mai hatten Bürgerinnen und Bürger ihre Ideen per Postkarte oder E-Mail eingesandt.

Der ausgewählte Name soll nun für das Gelände verwendet werden – in der Presse, auf Plänen und im Stadtbild selbst. Die Person, die den Vorschlag eingereicht hatte und nicht genannt werden möchte, erhält als Dankeschön ein Jahr lang freien Eintritt zu allen Konzerten, Clubabenden und Events im Molotow. Der Musikclub war vor dem Abriss der Esso-Häuser in dem Gebäudekomplex beheimatet.

„La Paloma“ bedeutet „Die Taube“

Der Ausdruck „Paloma“ überzeugte die Jury, da er einen direkten geografischen Bezug hat. „La Paloma“ ist Spanisch und bedeutet „Die Taube“. Die Taubenstraße grenzt an das Gelände. Gleichzeitig erinnert der Name an ein bekanntes Lied im Zusammenhang mit dem Kiez: Der Hamburger Musiker Hans Albers, der auch den Titel „Auf der Reeperbahn nachts um halb eins“ sang, machte das Stück „La Paloma“ 1944 populär.

Die Pläne zur Bebauung des Geländes am Spielbudenplatz waren lange umstritten. Die Esso-Häuser, benannt nach der ansässigen Tankstelle, wurden im Jahre 2014 abgerissen, nachdem sie 2009 durch einen Investor aus Süddeutschland, die Bayrische Hausbau, gekauft wurde. Ein langer Streit zwischen den Bewohnern und dem Investor um die Instandsetzung der Gebäude ging dem Abriss voraus.

Im anschließenden Beteiligungsverfahren einigten sich Akteure auf die vorliegenden Architektenpläne: Die Bayrische Hausbau plant auf dem 6200 Quadratmeter großen Gelände am Spielbudenplatz rund 200 Wohnungen, ein Hotel und ein Hostel zu errichten. Außerdem sollen bis 2021 mehrere Läden, Kneipen und Clubs entstehen.

rob/dpa

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Robert Bauguitte, Jahrgang 1988, liebt den Ruhrpott, vertraut aber kulinarisch auf seine französischhugenottische Herkunft. Am liebsten kocht er „Coq au vin“ oder backt Flammkuchen. Sonst trifft man ihn oft im Fußballstadion, wo er für die Sportzeitung „Reviersport“ als freier Mitarbeiter gearbeitet hat. Er ist in Duisburg geboren, dennoch brennt Roberts Herz für den Verein Wattenscheid 09 aus Bochum. In Hamburg trifft man ihn häufig bei St.-Pauli-Spielen an, zu denen er schon während seines MeWi-Studiums sogar aus Siegen angereist ist. Neben dem Sport interessiert er sich vor allem für Kultur, die Elbphilharmonie begeistert ihn besonders.

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