Niedlich, agil und bedroht: Der Fischotter ist zum Tier des Jahres 2021 gewählt worden. Das gab die Deutsche Wildtierstiftung am Dienstag in Hamburg bekannt. Die Wahl soll auf die Gefährdung der Tiere hinweisen.

Der Fischotter ist Tier des Jahres 2021. Kaum ein anderes Säugetier würde die Elemente Land und Wasser so perfekt verbinden wie ein Fischotter, begründet Geschäftsführer Hilmar Freiherr von Münchhausen die Wahl der Deutschen Wildtier Stiftung. Dort wo Otter sich wohlfühlen, sei die Natur noch intakt. Stehende und fließende Gewässer mit schilfreichen Uferzonen werden jedoch immer seltener. Sie werden verbaut und kanalisiert, Feuchtgebiete trocken gelegt und Uferrandzonen ganz zerstört. Eine Katastrophe für den Bestand.

Fischotter werden immer seltener

Wie viele Otter es in Deutschland gibt, ist unklar. Im Osten des Landes sei er aber öfter anzutreffen als im Rest der Republik. Wo Fischotter früher ganze Landkreise geprägt hätten, könne man das Säugetier heute in einigen Gegenden überhaupt nicht mehr nachweisen. Anfang des 20. Jahrhunderts wurden Fischotter noch gejagt, um aus dem kostbaren Pelz Mäntel oder Jacken herzustellen. Heute wird ihnen vor allem der Straßenverkehr gefährlich.

Fischotter in der Hansestadt

Im Säugetieratlas der Stadt Hamburg wurden Fischotter 2016 nicht nur als gefährdet eingestuft, sondern auch in der Roten Liste vermerkt. Der Bestand ist rückläufig. Trotzdem eine gute Nachricht: Laut dem Atlas wandern Fischotter auch nach Hamburg ein, zum Beispiel entlang der Alster im Norden aber auch im Südosten in den Vier- und Marschlanden sowie in Harburg.

Schon die 29. Wahl des Tier des Jahres

Bis 2016 wurde die Auszeichnung „Tier des Jahres“ von der Schutzgemeinschaft Deutsches Wild vergeben. Seit 2017 wählen die Förderer*innen der Deutschen Wildtier Stiftung ein Tier des Jahres, auf das in den kommenden 365 Tagen aufmerksam gemacht werden soll. Gründe können dafür zum Beispiel seine Gefährdung, die Bedrohung des Lebensraumes oder ein Mensch-Wildtier-Konflikt sein. In den vergangenen Jahren wurden unter anderem der Maulwurf, das Reh und die Wildkatze zum Tier des Jahres gewählt.

ans / Deutsche Wildtier Stiftung

Titelbild: pixabay

Es gibt keine Zeile im Film „My Fair Lady“, die Aniko Schusterius, Jahrgang 1996, nicht fehlerfrei mitsprechen kann. Trotz dieses Talents, zehn Jahren Gesangsunterricht und ihres großen Interesses für Musicals hat sich die Berlinerin letztlich gegen eine Bühnen-Karriere entschieden. Nach dem Abitur arbeitete sie als Regie- und Produktionsassistentin in verschiedenen Kindertheatern. Dort musste sie unter anderem lernen, dass Luftballons auf einem Straßenfest eine hochkomplexe bürokratische Hürde darstellen können. Während ihres Bachelors in Theaterwissenschaften und Niederlandistik lebte sie ein halbes Jahr in Groningen. Dort fühlte sie sich wegen des entspannten Lifestyles wohl, und auch, weil sie mit ihren 1,82 Meter das erste Mal nicht auffiel. Für die „Berliner Zeitung“ veröffentlichte sie erste Kolumnen. Auch mit Radio kennt sie sich aus: An der „Frankfurter Hörfunkschule“ lernte sie texten und einsprechen. Vor dem Start an der HAW sammelte Aniko noch mehr Medien-Erfahrung durch Praktika bei „Radioeins“ und beim Fernsehkanal der „Welt“ in Berlin. Dort lauerte sie auch schon mal frühmorgens vor einem Hotel, um Gesundheitsminister Jens Spahn einen O-Ton zu entlocken.
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