Eigentlich ist gerade noch Winter, die Temperatur in Hamburg fühlt sich aber nicht so an. Offizielle Messungen bestätigen einen neuen Rekord: So warm war es in der Hansestadt im Winter noch nie.

Eine Wetterstation in Neuwiedenthal hat am Montag eine Temperatur von 21,1 Grad gemessen – ein neuer Rekord für Hamburgs Winter. Dank Hoch „Ilonka“ genießen die Hamburger*innen schon seit Tagen frühlingshaftes Wetter. Aus meteorologischer Sicht dauert der Winter jedoch noch bis zum 28. Februar an. Der kalendarische Winter endet sogar erst am 20. März.

21,1 Grad an einem Wintertag – das ist ein neuer Rekord, der nachdenklich stimmt. Andreas Friedrich, Sprecher des Deutschen Wetterdiensts (DWD), sagt, der vorherige Rekord sei „geradezu pulverisiert“ worden. Am 16. Februar 2020 hatte dieselbe Wetterstation in Hamburg eine Temperatur von 18,1 Grad gemessen. Der Temperaturanstieg um drei Grad ist laut Friedrich historisch: „Aber in Zeiten des Klimawandels ist offensichtlich auch so etwas möglich.“

Deutschlandweite Rekordtemperaturen

Der starke Wetterumschwung im Vergleich zur Vorwoche ist in ganz Deutschland spürbar. Zur Erinnerung: Am 14. Februar wurde es in Hamburg bis zu minus 11,3 Grad kalt; sieben Tage später lag die Höchsttemperatur bei plus 18,7 Grad. Das ist ein Temperaturunterschied von 30 Grad.

Das Diagramm zeigt die jeweilige Tiefst- und Höchsttemperatur des Tages in Grad Celsius. Grafik: FINK.HAMBURG Quelle: MTWetter.de
Das Diagramm zeigt die jeweilige Tiefst- und Höchsttemperatur des Tages in Grad Celsius.
Grafik: FINK.HAMBURG Quelle: MTWetter.de

In Göttingen kam es zu einem deutschlandweiten Rekord: Innerhalb einer Woche stieg die Temperatur um 41,9 Grad. Am Valentinstag lag die Tiefsttemperatur bei minus 23,8 Grad, sieben Tage später war es bis zu 18,1 Grad warm. Laut DWD lag der vorherige Rekord-Unterschied bei 41,1 Grad. Dieser wurde vor 141 Jahren in Jena gemessen.

pia/dpa


Titelbild: Unsplash

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Am liebsten genießt Pia Röpke, geboren 1993 in Hamburg, die Ruhe und meditiert. Nach der Ausbildung zur Medienkauffrau beim Spiegel schlug sie ein Jobangebot dort aus und entschied sich stattdessen für die Universität. Beim Thema blieb sie aber: In Lüneburg studierte sie Digital Media, in Hongkong Creative Media. Dort entdeckte sie Achtsamkeit, Yoga und Spiritualität für sich. Das half ihr dabei, sich zu entspannen, wenn die gierige Millionenstadt zu stressig wurde. Seitdem ist sie überzeugt, dass Selbstreflexion nicht nur für sie heilsam ist, sondern auch für den Rest der Welt wichtig wäre, um die Digitalisierung sinnvoll zu gestalten. Um Digitales und Fundraising kümmert Pia sich für die Organisation Kanduyi Children e.V., die Kindern in Kenia Bildung ermöglicht. Kürzel: pia

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