Endlich mal wieder was los auf St. Pauli. Beim Public Viewing zum ersten Gruppenspiel der deutschen Fußballnationalmannschaft kamen rund 400 Menschen auf dem Spielbudenplatz zusammen. Trotz der 1:0 Niederlage gegen Frankreich war die Stimmung unter den Fans hervorragend.

Ein Video von Manuel Kunst, Wyn Matthiesen und Benedikt Scherm.

Sommer, Sonne, Fußballgucken: Public Viewing in Hamburg ist wieder möglich. Wer zum EM-Auftakt der Deutschen gegen Weltmeister Frankreich einen Platz vor einem der Fernseher ergattern wollte, musste rechtzeitig da sein. Zum Anpfiff um 21 Uhr waren schon längst alle Plätze besetzt, rein kam nur, wer sich mit der Luca-App registriert hatte.

Ein Problem für die Fans war das aber nicht. Durch reichlich gekühlte Verpflegung an der Bar ließ sich auch die Wartezeit bis zum Anstoß überbrücken. Und nicht nur die Bar sorgte für gute Laune. Endlich mal wieder unter Menschen zu sein, war für viele etwas Besonderes und auch das Wetter spielte für die Fußballbegeisterten mit.

Getragen von der Euphorie, waren manche Tipps der Fans vor Spielbeginn eher optimistisch, andere rechneten mit einem knappen Spiel. Geklappt hat es mit dem Sieg leider nicht: Frankreich setzte sich mit 1:0 gegen Deutschland durch, wie Elefantendame Yashoda im Tierpark Hagenbeck bereits vorausgesagt hatte. Der nächste Gegner am Samstag heißt Portugal – dann gibt es hoffentlich mehr Grund zum Jubeln.

Sommer, Sonne, Fußball beim EM-Public Viewing auf dem Spielbudenplatz auf St. Pauli

Benedikt Scherm, Jahrgang 1998, hat eine Katze überfahren. Damals, in der 5. Klasse auf dem Fahrrad, in einer Gemeinde in der Nähe von Bayreuth. Zu Schaden kam dabei aber nur er selbst. Heute präsentiert Benedikt gemeinsam mit einem Freund seine Erfolge aus der Küche auf Instagram, und auch dabei gibt es gelegentlich Unfälle: Hin und wieder brennt etwas an. Musikalisch interessiert ihn eine ganze Menge, von Deutschrap bis Lo-Fi und Techno, aber beim Klavierspielen ist er nie besonders weit gekommen, und wenn er im Auto mitsingt, sagen ihm seine Freunde, dass er bitte still sein soll. Er arbeitete unter anderem für den Nordbayerischen Kurier, den Bayrischen Rundfunk und die Süddeutsche Zeitung, in Passau studierte er Journalistik und strategische Kommunikation. Ob es für ihn am Ende Schreiben, Audio oder Video wird, muss er noch herausfinden – Journalismus muss es in jedem Fall sein. (Kürzel: ikt)