Liebe Leser:innen,

zwei Semester sind nun vergangen, in denen wir die Redaktion hinter FINK.HAMBURG waren. Wir, das ist der Abschlussjahrgang 2023 des Masterstudiengangs Digitale Kommunikation (DiKo 23). Und das war unser Jahr:

Mit einer unbeabsichtigten Nachricht im Zoom-Chat fing alles an. Eigentlich als Privatnachricht gedacht, während eines nicht-enden wollenden Vortrags über irgendwelche Fakultäten, Gremien und IT-Abläufe, stand sie plötzlich im Chatfenster. Für alle sichtbar, (fast) allen aus dem Herzen sprechend: „Was REDET der da?????“.

Was folgte war ein Sturm an Nachrichten, GIFs, Memes und alle anderen Formen der digitalen Emotionskommunikation, die so in Whatsapp-Gruppen stattfindet. Ein kollektives, stummes Lachen war hinter den Zoom-Kacheln zu erkennen, ein Miteinander-Lachen, denn die Situation hätte allen so passieren können. Der Knoten war geplatzt.

Freundschaft schlägt Homeoffice

Ein knappes Jahr später sitzen wir zumindest zu acht im Newsroom der Finkenau 35. Wir waren schon mal mehr hier, der Redaktionsraum war aber auch für eine lange Zeit komplett leer. Doch egal, auf welche Art und Weise wir unsere Morgenkonferenz abhielten, wie wir Interviews führten und wo wir Ideen sammelten, diese kollektive Verbundenheit und gute Laune aus den ersten Tagen ging nie wieder verloren.

Ganz im Gegenteil, sie wuchs mit jedem gemeinsam Projekt immer weiter an. Jede CvD-Schicht und jeder Social-Dienst, die gemeinsam absolviert wurden, ließ Freundschaften zwischen uns wachsen. In dieser trubeligen Zeit war das die Konstante, auf die wir uns verlassen konnten, der Server, der FINK.HAMBURG am Laufen hält.

TikTok, CI, Krypto? Ehrensache!

Apropos, wir haben abgeliefert und FINK.HAMBURG unseren Stempel aufgedrückt. Ob visuell mit einer einheitlichen Designsprache, multimedial wie im Neuland Tik-Tok oder klassisch auf der Website, wo wir über Hamburg und seine Menschen berichtet haben.

Los ging es mit unseren ersten großen Porträts, die Ehrensache, bei der wir engagierte Hamburger:innen kennengelernt haben. Von Woche zu Woche tauchten wir immer weiter in Themenfelder ein: Psychische Gesundheit, Nachhaltigkeit, jüdisches Leben, Kryptowährungen, Gendergerechte Sprache…. Und über allem natürlich: Corona.

Sch*** Corona

Diese verdammte Pandemie hat nach unserem Vorgängerjahrgang auch uns geprägt und unseren Studienalltag massiv verändert. Das erste Semester verbrachten wir vollständig im Homeoffice. Im zweiten Semester durchlebten wir die ganze Palette an Optionen: Voll-Präsenz, verschiedene Hybridmodelle und komplettes Homeoffice.

Dennoch ist nach einem Jahr vieles hängen geblieben. Einige, die noch nie einen Artikel geschrieben hatten, konnten sich über erste Erfolge freuen, andere tiefer in Themenfelder eintauchen, die sie interessieren und an bestehenden Skills feilen. Wir haben SEO optimiert und Storys gebastelt, zu Diversität recherchiert und Datenjournalismus ausprobiert, standen im Radiostudio und vor dem Greenscreen.

Haken dran, weiter geht’s!

Und sicher ist auch: Wenn wir uns mal wieder im Café Leonar auf ein leckeres Shakshuka treffen, dann gibt es jede Menge Gesprächsstoff – und der Zoom-Fail darf auch nicht fehlen. Ob wir das vergangene Semester gerne anders gehabt hätten? Sicherlich. Ob wir deswegen darauf verzichten wollten? Sicher nicht.

Nun geht es für uns in die Projektphase. Beim Spiegel, bei Unilever, Edeka, Flip, DB, RTL, Funk und vielen anderen können wir nun zeigen, was wir drauf haben.

Mit optimistischen Grüßen übergeben wir den Newsroom an den neuen Jahrgang – DiKo 24 – auf, dass ihr ihn ganz bald von innen erleben dürft und FINK.HAMBURG von dort mit Leben füllt.  Wir freuen uns auf euch!

Euer DiKo 23-Jahrgang

Gruppenfoto im Sommer des Diko 23 Jahrgangs.

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Benedikt Scherm, Jahrgang 1998, hat eine Katze überfahren. Damals, in der 5. Klasse auf dem Fahrrad, in einer Gemeinde in der Nähe von Bayreuth. Zu Schaden kam dabei aber nur er selbst. Heute präsentiert Benedikt gemeinsam mit einem Freund seine Erfolge aus der Küche auf Instagram, und auch dabei gibt es gelegentlich Unfälle: Hin und wieder brennt etwas an. Musikalisch interessiert ihn eine ganze Menge, von Deutschrap bis Lo-Fi und Techno, aber beim Klavierspielen ist er nie besonders weit gekommen, und wenn er im Auto mitsingt, sagen ihm seine Freunde, dass er bitte still sein soll. Er arbeitete unter anderem für den Nordbayerischen Kurier, den Bayrischen Rundfunk und die Süddeutsche Zeitung, in Passau studierte er Journalistik und strategische Kommunikation. Ob es für ihn am Ende Schreiben, Audio oder Video wird, muss er noch herausfinden – Journalismus muss es in jedem Fall sein. (Kürzel: ikt)