Vom 12. bis 20. Juni 2021 läuft die Woche des Wasserstoffs Nord. An diesen Tagen dreht sich auf diversen Veranstaltungen alles um das leichteste chemische Element. Fünf norddeutsche Bundesländer machen mit.

Norddeutschland setzt auf Wasserstoff: 2019 verabschiedeten Schleswig-Holstein, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Bremen gemeinsam die Norddeutsche Wasserstoffstrategie. Seitdem widmen sich die Länder und Unternehmen im Norden dem Aufbau einer grünen Wasserstoffwirtschaft bis 2035.

Im Rahmen der Woche des Wasserstoffs Nord (WDWN) gewähren Regionen und Städte, Unternehmen und Initiativen mit rund 30 Veranstaltungen Einblicke in das Element Wasserstoff als Energieträger. Das Angebot reicht von Vorträgen und Livestreams über Diskussionsrunden bis zu digitalen und realen Laborführungen. Informationen zum Programm und zu den Standorten gibt es auf der Internetseite zur WDWN.

Heizen mit Wasserstoff

Ein Bestandteil der neuntägigen Veranstaltung ist die Vorstellung des Wasserstoffprojekts am Bergedorfer Schilfpark: In dem Quartier werden 273 Wohnungen mit einer Mischung aus Erdgas und bis zu 30% grünem Wasserstoff beheizt. Das Element verbrennt ohne CO2-Emissionen. Der Strom, mit dem der Wasserstoff hergestellt wird, stammt aus erneuerbaren Energien.

An dem Projekt ist neben dem Gasnetz Hamburg unter anderem die HAW Hamburg beteiligt. Ein Forschungsteam der Hochschule untersucht beispielsweise, wann der Umweltnutzen des Wasserstoffeinsatzes besonders hoch ist: Damit der Wasserstoff wirklich grün ist, muss man ihn aus erneuerbaren Energien gewinnen. Energie aus Wind und Sonne schwanken jedoch nach Tages- und Wetterlage.

Bereits am vergangenen Montag besuchte Umweltsenator Jens Kerstan das Wasserstoffprojekt in Bergedorf zum Auftakt der WDWN: Um die Klimaziele zu erreichen, wolle der Senat „die Hamburger Energieversorgung fossilfrei und nachhaltig umgestalten“. In der Energiezentrale am Schilfpark könne man nun erproben, „wie das Netz für höhere Wasserstoffanteile ertüchtigt und fossiles Erdgas langfristig durch grünen Wasserstoff ersetzt werden kann“, so Kerstan.

Am kommenden Freitag, den 18. Juni, stellt das Gasnetz Hamburg das Projekt für alle Interessierten online vor. Der Livestream steht am 18. Juni ab 11 Uhr zur Verfügung.

car

Titelbild: akitada31 via Pixabay