Fernverkehrsbahnhof Diebsteich: Bauarbeiten starten

Bahnhof Altona zieht um

Der Fernverkehrsbahnhof in Altona wird nach Diebsteich verlegt. Ab 2027 soll der neue Bahnhof in Betrieb genommen werden. In Altona wird deshalb eine Fläche für neuen Wohnraum frei.

Die Bauarbeiten zur Verlegung des Fernbahnhofs Altona zum rund zwei Kilometer entfernten Bahnhof Diebsteich haben bereits begonnen. Die Kosten des Bauvorhabens belaufen sich schätzungsweise auf ungefähr 548 Millionen Euro.

„Die Verlegung des Bahnhofs Altona hat Auswirkungen weit über Hamburg hinaus“, sagt der Parlamentarische Staatssekretär im Verkehrsministerium, Enak Ferlemann. „Sie bringt Verbesserungen für Bahnreisende in ganz Deutschland.“

Der Bahnhof Altona ist ein wichtiger Standort im Deutschlandtakt, welcher Zugfahrten bis 2030 attraktiver gestalten soll. Die Verlegung findet unter anderem statt, um Verspätungen zu reduzieren und Fahrzeiten zu beschleunigen. Denn während der Bahnhof in Altona ein Kopfbahnhof ist, soll in Diebsteich ein Durchgangsbahnhof entstehen. Dort können Züge schneller abgefertigt werden.

Neue Wohnfläche für Altona

In Altona sollen neue Wohneinheiten und ein Stadtteilpark entstehen. Der Deutschen Bahn zufolge können auf dem Bahnhofsareal künftig 1.900 neue Wohneinheiten entstehen. 2019 machte die Stadt Hamburg von ihrem Vorkaufsrecht Gebrauch und kaufte den Bahnhof. Grund dafür war der Wunsch, die Mitte Altonas weiterzuentwickeln.

Für das Bauvorhaben gibt es jedoch nicht nur Zuspruch: 2018 klagte erstmals der Verkehrsclub Deutschland (VCD) wegen planerischer Mängel. Er kritisierte, dass man am neuen Bahnhof zu wenig Züge abfertigen könnte. VCD und Bahn einigten sich daraufhin 2020 auf Nachbesserungen: So soll es nun möglich sein statt der geplanten 25 Züge bis zu 31 Züge pro Stunde abzufertigen.

Diese Korrektur trieb unter anderem auch die Kosten des Projekts nochmals in die Höhe. Der VCD ist jedoch nicht allein mit seiner Kritik: Die Bürgerinitiative Prellbock Altona wehrt sich nach wie vor gegen die Verlegung, da der geplante Bahnhof ihrer Auffassung nach zu klein ist und nur für aktuelle Fahrgastkapazitäten ausreicht.

elb/dpa

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Elisabeth Birkner, Jahrgang 1994, hat sich zweimal zum Halbmarathon angemeldet, konnte aber nicht hingehen. Einmal kam ihr Corona dazwischen. Das „Berlin City Girl“ gibt allerdings nicht auf, sondern trainiert schon für den dritten Anlauf. In der Zwischenzeit hält sie sich mit Yoga fit. Ihr wichtigstes Thema: Nachhaltigkeit. Sie setzt sich für Initiativen wie Foodsharing oder Critical Mass ein. Die Entscheidung für ihren Bachelorstudiengang Umweltwissenschaften in Lüneburg war somit recht einfach. Nach Auslandserfahrungen in Ecuador und Peru ging es zurück in die Hauptstadt, um im Bereich Unternehmenskommunikation zu arbeiten, etwa für eine Softwarefirma. Wenn Elisabeth nicht auf einer umweltpolitischen Demo ist, zeichnet sie auf ihrem Tablet – am liebsten Landschaftsbilder. Kürzel: elb