
Zum Start des Hamburger Kultursommers veranstalten Kampnagel und die Elbphilharmonie Hamburg ein ganz besonderes Konzert: Die Dresdner Sinfoniker spielen auf den Dächern der Lenzsiedlung in Stellingen eine Freiluftmusik.
Am 17. Juli findet das Hochhauskonzert „Himmel über Hamburg“ als Auftakt des Hamburger Kultursommers statt. Verteilt auf den 40 Meter hohen Dächern der Lenzsiedlung in Stellingen spielen 33 Musiker:innen der Dresdner Sinfoniker. Das musikalische Spektakel erreicht die Menschen zuhause auf ihrem Balkon oder bei einem Spaziergang durch die umliegenden Straßen. Auf dem angrenzenden Sportplatz Tiefenstaaken standen zudem 450 Sitzplätze bereit, die durch die Elbphilharmonie bereitgestellten Karten sind allerdings bereits ausverkauft.
Das Ensemble für das Konzert umfasst 16 Alphörner, neun Trompeten, vier Tubas und vier chinesische Dà Gǔ-Trommeln. Das klangliche Fundament bilden vier Trommeln plus Schlagwerk, welche auf dem angrenzenden Sportplatz Tiefenstaaken platziert sind.
Programm der Dresdner Sinfoniker
Die Kompositionen des Abends wurden im Hinblick auf die großen Entfernungen zwischen den Musiker:innen ausgewählt. Das Konzert startet mit einer Fanfare, die der Filmkomponist John Williams für die Olympiade 1984 schrieb. Anschließend wird eine Komposition des Venezianers Giovanni Gabrieli gespielt. Die Blechbläsergruppen werden Akkorde und virtuose Verzierungen von Hochhaus zu Hochhaus schicken. Es folgt der Höhepunkt des Abends: Ein eigens für die Konzertreihe komponiertes Stück von Markus Lehmann-Horn. Das Finale zitiert Beethovens „Ode an die Freude“ in einer Klangcollage.
In Vorbereitung auf das abendliche Konzert werden die Dresdner Sinfoniker bereits am Vormittag des 17. Juli kleinere Konzerte in den Innenhöfen der Lenzsiedlung spielen. Damit wollen sie die Anwohner:innen auf das große Konzert einstimmen.
Bereits im September 2020 haben die Musiker:innen in einer Hochhaussiedlung in Dresden ein vergleichbares Projekt realisiert. Ihr Ziel ist es, klassische und neue Musik für viele anzubieten und zum unvergesslichen Erlebnis zu machen.
mia
Titelbild: Maximilian Probst
Mia Holland, Jahrgang 1996, wählte das Mathe-Abi ab, entschied sich dann aber doch für ein BWL-Studium. Die gebürtige Berlinerin wuchs in Hamburg und Köln auf. Deshalb sagt sie auch Karneval und nicht Fasching. Ganz nach dem Motto „Schunkele un danze“ kann sie jedes kölsche Karnevalslied auswendig. Für die Verleihung des ältesten Sozialpreises Deutschlands interviewte sie die Politikerinnen Franziska Giffey und Annalena Baerbock – und entdeckte so, dass sie Journalistin werden möchte. Am liebsten steht sie mit Mikrofon in der Hand vor der Kamera oder sie moderiert den Podcast „Laut gegen Nazis“.
Mia ist immer auf der Suche nach Abenteuern: Auf einem Rafting-Reifen ließ sie sich in Kolumbien von einem Fluss bis ins Meer spülen. Mal schauen, was die Elbe so bereithält. Kürzel: mia