Ausweitung 2G-Regelung in Hamburg
Ausweitung der 2G-Regelung in Hamburg. Foto: dpa/Marcus Brandt

Angesichts steigender Infektionszahlen hat der Hamburger Senat die Corona-Regeln verschärft. Ab 20. November ist das 2G-Modell etwa in Restaurants, Clubs, körpernahen Dienstleistungen und Sport im Innenraum Pflicht.

Seit dieser Woche tritt die angepasste Verordnung zur flächendeckenden 2G-Regel in Hamburg in Kraft: Alle Informationen dazu findest du hier.

In der Landespressekonferenz am Dienstag kündigte der Hamburger Senat neue Corona-Regeln an. Da die Infektionszahlen stetig steigen, gilt ab 20. November das 2G-Modell in allen Restaurants, Bars, körpernahen Dienstleistungen, Clubs und beim Indoor-Freizeitsport. Auch Freizeit-Chor- und Orchesterproben müssen ab Samstag in 2G stattfinden.

Im öffentlichen Nahverkehr und im Einzelhandel gibt es vorerst keine Verschärfungen der Corona-Regelungen. Ausgenommen sind weiterhin Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren und Personen, die aus gesundheitlichen Gründen nicht geimpft werden können. Letztere müssen dies jedoch mit einem Attest entsprechend nachweisen können.

Bereits am Wochenende hatte Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) getwittert, dass die aktuell noch stabile Lage in den Kliniken der Hansestadt durch eine Ausweitung der 2G-Regelungen gehalten werden solle.

Zusätzliche Kontrollen ab Samstag

Bislang konnten körpernahe Dienstleister wie Friseure aber auch Restaurants oder Theater selbst entscheiden, welches Modell sie anwenden: die 3G- oder die 2G-Regel. Zwar durften sie ihre Einrichtungen nicht voll auslasten und auch die Maskenpflicht musste beachtet werden, dafür konnten aber auch Ungeimpfte die Dienstleistungen in Anspruch nehmen, sofern sie einen negativen Corona-Test vorliegen hatten. Dies sei in den letzten Monaten kontinuierlich von der Polizei kontrolliert worden, so Innensenator Andy Grote (SPD). „Wir werden am kommenden Samstag zusätzliche Kontrollen durchführen und intensivieren.“

Hamburg bietet mit über 1000 Arztpraxen, zwölf öffentlichen Impfstellen an Krankenhäusern und über zehn mobile Impfteams einige Anlaufstellen. Eine Übersicht zu den Impfstellen in Hamburg bietet hamburg.de. An diesen Orten werden auch Booster-Impfungen angeboten. Außerdem besteht am 20. November wieder die Möglichkeit, sich in der Elbphilharmonie impfen zu lassen.

Hamburg habe als erstes Bundesland die 2G-Regel eingeführt, so Tschentscher. „Wir sind überzeugt von diesem Modell.“ Die 2G-Regelung soll dem Bürgermeister zufolge einen zusätzlichen Anreiz geben, sich impfen zu lassen.

Am Arbeitsplatz soll zudem eine 3G-Regelung eingeführt werden und – wo möglich – solle über Homeoffice nachgedacht werden, so Tschentscher. Dies basiere auf den bundesweiten Vorschriften, die voraussichtlich am Donnerstag in der Konferenz von Bund und Länder beschlossen werden. „Sollten wir feststellen, dass sich die Lage wie im Süden Deutschlands entwickelt, dann werden wir 2G weiter ausweiten“, sagte Tschentscher in der Landespressekonferenz.

Winter mit 2G-plus-Regelung?

Auch eine 2G-plus-Regelung wird von vielen Einrichtungen und Arbeitgebern zunehmend in Betracht gezogen. Besonders zu anstehenden Weihnachtsfeiern, wie der NDR berichtete. Die 2G-plus-Regelung besagt, dass geimpfte oder genesene Personen zusätzlich negativ getestet sein müssen.

In den letzten Wochen hat die Anzahl an Impfungen laut Senat in Hamburg zugenommen. Hamburg hat sich bundesweit in der Rangliste der Impfquoten auf den dritten Platz hochgearbeitet. „Diese Impfquote ist der Deich, der vor der nächsten Welle schützt“, so Tschentscher. „Wir müssen vorsichtig sein und uns früh genug für die kommenden Wochen sicher aufstellen.“

Im Vergleich zu den anderen Bundesländern hat Hamburg aktuell die niedrigste Hospitalisierungsrate. Der Hamburger Senat appeliert daher an alle Ungeimpften: „Nehmen Sie die Impfangebote in Anspruch. Entscheiden Sie sich für eine Impfung. Sie bietet den bestmöglichen Schutz in der Pandemie.“ Damit werde die gesundheitliche Versorgung an den Hamburger Krankenhäusern weiter sichergestellt. Diese stehen seit Wochen vor der Überlastungsgrenze.

maw/dpa

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