7 kleinere Umweltschutz-NGOs aus Hamburg

Heckenretter, Oclean und Co.

Schild mit der Aufschrift
Mit der Umwelt retten wir unsere Zukunft, denn: Es gibt nur eine Erde. Foto: Markus Spiske / Unsplash

Greenpeace, WWF, NABU – Umweltschutz-Organisationen, von denen fast jeder schon einmal gehört hat. Doch in Hamburg gibt es nicht nur die ganz Großen. Auch zahlreiche kleine Organisationen setzen sich für einen Planeten mit Zukunft ein. Hier kommen sieben Beispiele.

Forscher:innen sind sich einig: Der westantarktische Thwaites-Gletscher schmilzt – und zwar schneller als gedacht. Die Datenlage zum sogenannten Gletscher des jüngsten Gerichts spricht eine eindeutige Sprache: Sollte das Eis im Einzugsgebiet des Gletschers tauen, steigt der Weltmeeresspiegel um bis zu 65 Zentimeter. Klingt erst einmal wenig, reicht jedoch aus, um jegliche Küstenregionen unserer Erde unter Wasser zu setzen – Hamburg eingeschlossen.

Es sind erschreckende Hochrechnungen, die die Wichtigkeit von Umweltschutz auf dramatische Weise hervorheben. Viele Menschen wenden sich auf der Suche nach Anlaufstellen an alte Bekannte: Greenpeace, WWF oder der NABU sind die großen Namen in Sachen Klimaschutz. Doch auch bei unserer Umwelt beginnt Großes nicht selten im Kleinen. Daher stellen wir euch heute sieben eher unbekannte Klimaorganisationen vor, die sich für Umweltschutz in Hamburg einsetzen.

Heckenretter

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Beim ersten Verein ist der Name Programm: Das Team von Heckenretter e.V. tut nämlich genau das: Hecken retten. Seit März 2020 setzt sich das Social Business rund um Gründerin und Journalistin Alexandra Werdes für den Erhalt von Hamburgs Wildhecken und somit für heimische Artenvielfalt und Umweltschutz in Hamburg ein. Zudem übernimmt Heckenretter e.V. Strauchpatenschaften in der Metropolregion, entwickelt Nutzungskonzepte für Erntehecken und verkauft unter dem markennamen „TOFTE“ Stieleis aus Heckenfrüchten. Das Ergebnis: Ein regionaler Kreislauf mit der Wildhecke im Mittelpunkt.

Clean up your Alster

Aufräumen schweißt zusammen. Das zeigen die Cleanup-Events von Clean up your Alster (CUYA): Beim gemeinsamen Müllsammeln lässt der Verein vor allem bei den ganz Kleinen ein Bewusstsein für wichtige Umweltprobleme entstehen – aber auch dafür, wie viel man gegen sie tun kann. Unterstützt wird der spielerische Lernansatz mit pädagogischen Mitteln, die nachhaltiges Denken mit Spaß verbinden. Neben den Events können von zahlreichen CUYA-Bases im ganze Stadtgebiet auch individuelle Müllsammelaktionen im eigenen Viertel gestartet werden – Eimer und Geifzange liegen hier schon bereit.

Aktion Baum

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Aktion Baum ist eine gGmbH, eine Unternehmensform, die sich der Gemeinnützigkeit
verschrieben hat – hierfür steht auch das kleine „g“ im Kürzel. Bedeutet: Gewinne spielen keine Rolle. Jegliches Geld, dass die Non-Profit Organisation erwirtschaftet, wird nach eigenen Angaben am Ende des Jahres gespendet oder in Projekte des Folgejahres investiert. Bei diesen Projekten dreht sich alles um den Erhalt von Deutschlands Wäldern in Form von Baumpflanzungen und nachhaltiger, biodiverser Wiederaufforstung. Auch Forschungs- und Bildungsarbeit zählen zum Tätigkeitsspektrum der Aktion Baum.

Saubere Sache

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Wusstet ihr, dass es ganz einfach ist, selbst Waschpulver herzustellen? Noch besser: In Eigenproduktion kann ganz einfach auf schädliche Inhaltsstoffe wie Mikroplastik, Allergene und Duftstoffe verzichtet werden. Tatsächlich braucht man nämlich nur drei Zutaten: Kernseife, Natron und Waschsoda – kinderleicht also! Diese Tatsache hat sich das Projekt Saubere Sache aus Hamburg zu Herzen genommen und ein einzigartiges Konzept entwickelt: In Kooperation mit Schulen und Kitas leistet das Team praktische Bildungsarbeit in Sachen Nachhaltigkeit und stellt gemeinsam mit den Kindern Waschpulver her. Per „Ranzenpost“ wird das Pulver dann an andere Kinder und ihre Eltern ausgeliefert. Ermöglicht wird das Projekt durch die Zusammenarbeit mit Unverpackt-Läden, inzwischen sind schon 50 Hamburger Schulen an Bord.

Robin Wood

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Umweltschutz und soziale Gerechtigkeit gehen Hand in Hand, davon ist die Aktionsgemeinschaft Robin Wood überzeugt. Die Organisation unterteilt sich in mehrere Regionalgruppen, Sitz der Bundesgeschäftsstelle ist in Hamburg. Gemeinsam widmen sich die Umweltaktivist:innen von Robin Wood einem breiten Spektrum öko-sozialer Fragen rund um Umweltgerechtigkeit, Klimaschutz oder vermeintlich „grünem“ Wirtschaftswachstum. Der Verein nimmt dabei eine globale und demokratische Perspektive ein. Umweltschutz in Hamburg und weit darüber hinaus!

Oclean

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Auch die drei Schwestern Hannah, Lena und Marie aus Hamburg rücken das Aufräumen in den Mittelpunkt ihres Umweltengagements: Mit Oclean haben sie es sich zur Aufgabe gemacht, das Müllproblem der Hansestadt zu lösen. Neben Müllsammelaktionen bieten sie Workshops (sogenannte „Conscious Classes“) im B2B- und Schulkontext, aber auch Conscious Events, zum Beispiel Kleidertausch-Veranstaltungen, an. Oclean verbindet die Begriffe „Ocean“ und „clean“. Das Ziel des Hamburger Schwester-Trios? Zu verhindern, dass der Müll aus Alster und Elbe in die Nordsee gespült wird.

Tatkräftig e.V.

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Die Idee, sich ehrenamtlich für unseren Planeten zu engagieren klingt sinnvoll. Doch häufig scheitert es am Zeitdruck: Für ein regelmäßiges Ehrenamt ist im vollen Alltag häufig einfach kein Raum. Tatkräftig e.V. hilft dabei, die Ideen vom freiwilligen Engagement dennoch in die Tat umzusetzen. Das Team des Vereins organisiert eintägige Kurzzeiteinsätze für Freiwilligengruppen in Hamburg. Die Einsatzbereiche sind vielfältig – auch viele Klimainitiativen bieten über die Plattform Möglichkeiten der Mitarbeit an.

Großes beginnt im Kleinen. Vor allem aber beginnt es mit dem ersten Schritt. Mit diesen sieben Anlaufstellen fällt euch der Einstieg in den Klimaschutz denkbar leicht.

Für den letzten Rest Motivation sorgt unsere Porträt-Reihe „Ehrensache“. Hier lest ihr über engagierte Hamburger:innen, die sich neben der Umwelt auch für Soziales und Kulturelles stark machen.

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Elena Bock geht nie ohne Vorfreude auf ihr Müsli am nächsten Morgen schlafen. Über ihr Lieblingsfrühstück unterhielt sie sich auch schon mal zehn Minuten mit dem Musiker Harry Styles, als er einen Kaffee bei ihr bestellte. Geboren ist Elena 1995 in Karlsruhe. Für ihren Bachelor in Kommunikations- und Multimediamanagement verschlug es sie zunächst nach Düsseldorf. Dort hat sie neben dem Studium in einer Presseagentur gearbeitet und unter anderem ein Onlinemagazin für Immobilien, Kultur sowie Nachhaltigkeit betreut. In Hamburg entdeckte sie durch Praktika – beim Emotion Verlag und „Women‘s Health“ – das journalistische Arbeiten für sich. Wenn Elena mal eine Auszeit braucht, geht sie alleine ins Programmkino oder liest ein Buch. Ihre Lieblingsautorin war schon immer Cornelia Funke, auch die hat übrigens an der HAW studiert. Kürzel: ebo