Die umstrittene Elbvertiefung ist nun endgültig beendet. Foto: Moritz Kindler | unsplash
Die umstrittene Elbvertiefung ist nun endgültig beendet. Foto: Moritz Kindler | unsplash

Die Baggerarbeiten sind bereits seit letztem Jahr beendet. Nun ist die Elbvertiefung endgültig abgeschlossen. Naturschutzverbände kritisieren die umstrittene Maßnahme.

Nach einer ersten Teilfreigabe im Mai 2021 ist die Elbvertiefung vollendet. Durch den nun verfügbaren Tiefgang ist es Riesenfrachtern mit einer Kapazität von bis zu 24.000 Containerboxen möglich, in den Hamburger Hafen zu fahren. Der rund 130 Kilometer lange Abschnitt der Elbe zwischen Hamburg und der Nordsee zählt zu den wichtigsten Wasserstraßen Deutschlands.

Vorteil gegenüber der Konkurrenz

Insgesamt wurde die Elbe zum siebten Mal an die wachsenden Anforderungen der Containerschifffahrt angepasst, zuletzt 1999. Wirtschaftssenator Michael Westhagemann sprach von einem Meilenstein, der dem Hamburger Hafen einen Vorteil gegenüber Rotterdam und Antwerpen – als größte Konkurenzhafen – verschafft. Neben dem ökonomischen Nutzen für Hafen und Reedereien hob der Präsident der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt, Hans-Heinrich Witte, auch einen „ökologischen Mehrwert“ der tieferen Elbe hervor. Mehr Tiefe bedeute eine bessere Auslastung der Schiffe und führe damit zu weniger Emissionen pro transportierter Tonne.

Kritik von Umweltverbänden

Umweltschützer:innen sehen das anders: „Die Stadt Hamburg hat sich mit der Elbvertiefung gnadenlos verkalkuliert“, kritisieren die im Bündnis Lebendige Tideelbe zusammengeschlossenen Verbände BUND, Nabu und WWF. Die Vertiefung schädige das Ökosystem Elbe, zudem sei nicht klar, wie viele Schiffe die neuerdings möglichen Tiefgänge tatsächlich nutzen. Alle vermeintlichen Vorteile seien damit „Augenwischerei“. Außerdem seien aufgrund des giftigen Elbschlicks auf Dauer weitherhin Baggerarbeiten nötig. Der Schlick muss regelmäßig enfernt werden, um die Leistungsfähigkeit des Hafens zu gewährleisten.

mal/dpa

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Mit dem Abwasch von Tellern starten spannende Karrieren, so auch die von Michelle Albert, geboren 1996. In der „Krone“ zwischen Würzburg und ihrer Geburtsstadt Schweinfurt spülte sie vor dem Abitur regelmäßig Geschirr. Danach machte sie einen Bachelor in Medienkommunikation, Schwerpunkt Medienpsychologie, an der Uni Würzburg, mit einem Gastaufenthalt in Kolumbien. Erste redaktionelle Erfahrungen sammelte Michelle als Werbetexterin. Vor allem aber ist sie viel unterwegs: Sie schlief in einer Hängematte in Ruanda, sprang von der höchsten Bungeebrücke der Welt in Südafrika und beobachtete in Guatemala einen Vulkanausbruch. Auch ehrenamtlich fliegt sie viel, aber mit Kühlkoffer statt Backpack: Als Kurierin liefert sie weltweit Stammzellen für Krebspatienten aus. (Kürzel: mal)

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