Schauspieler Hardy Krüger ist mit 93 Jahren gestorben.
Schauspieler Hardy Krüger kam nach dem 2. Weltkrieg nach Hamburg und lebte abwechselnd hier und in Kalifornien bis zu seinem Tod. Foto: Axel Heimken/dpa

„Einer kam durch“: Der Schauspieler Hardy Krüger ist im Alter von 93 Jahren gestorben. Er lebte lange in Hamburg und spielte hier zeitweise am Hamburger Schauspielhaus. Zuletzt war er in Kalifornien zu Hause.

Hardy Krüger, Schauspieler und Schriftsteller, ist am Mittwoch gestorben. Der gebürtige Berliner, der lange in Hamburg lebte und arbeitete, wurde 93 Jahre alt. Zuletzt wohnte Krüger in Palm Springs, Kalifornien. „Seine Herzenswärme, seine Lebensfreude und sein unerschütterlicher Gerechtigkeitssinn werden ihn unvergessen machen“, teilte seine Agentur am Donnerstag mit.

Nach dem 2. Weltkrieg kam Krüger nach Hamburg und arbeitete zunächst als Statist beim Hamburger Schauspielhaus. Kultursenator Carsten Brosda (SPD) würdigte ihn auf Twitter. Er sei „nicht nur ein besonderer Schauspieler, sondern ein Weltstar und Weltenbürger mit Haltung, der sich bis zum Schluss gegen rechte Gewalt engagiert hat. Hamburg trauert.“

Hardy Krüger: Internationale Karriere nach dem Krieg

Unmittelbar nach 1945 war Krüger einer der wenigen Schauspieler aus Deutschland, die eine internationale Karriere hinlegten. Insgesamt spielte Krüger in rund 75 Filmen mit, den Karrieredurchbruch schaffte er 1957 im britischen Kriegsfilm „Einer kam durch“.

Stars wie Claudia Cardinale, Sean Connery, Yul Brynner, Charles Aznavour, Cathérine Deneuve und Orson Welles drehten mit Krüger vor der Kamera. 1963 spielte er im französischen Filmdrama „Sonntage mit Sybill“ einen Vietnamveteran. Der Film erhielt einen Oscar. Für seine schauspielerische Leistung erhielt er zudem den Bundesfilmpreis, daneben wurde er auch mit dem großen Verdienstkreuz ausgezeichnet.

Kürger war seit 1970 auch als Schriftsteller tätig. Sein erstes Buch hieß „Eine Farm in Afrika“. Seit 1978 lebte Krüger mit seiner dritten Ehefrau Anita Park in Kalifornien und Hamburg.

jek/dpa