Das 9-Euro-Ticket steckt schon in der Tasche und der Sommer kommt bestimmt bald auch zurück. Aber wohin fährt man als Hamburger*in am besten? Die FINK.HAMBURG-Redaktion hat fünf reizvolle Reiseziele zusammengestellt.

Seit dem 1. Juni gilt das 9-Euro-Ticket. Mit dem Angebot ist es ab sofort möglich für neun Euro monatlich durch ganz Deutschland zu reisen. Das Ticket gilt jeweils für Juni, Juli und August in fast allen Regionalzügen und Bussen.

Für den Sommer heißt das also: Kurztrips für weniger als zehn Euro. Aber in die Ferne reisen, klingt mäßig attraktiv, wenn man den Verbindungsplan checkt. Von Hamburg nach München: 16 Stunden Fahrt und sechs Mal umsteigen. Nach Köln sind es sieben Stunden Fahrt und man steigt fünf Mal um. Nach Leipzig wechselt man drei Mal den Zug und ist fünf Stunden unterwegs. Also warum nicht im schönen Norden bleiben und ganz ohne Umsteigen einen entspannten Tagesausflug machen?

Zu diesen fünf Reisezielen gibt es Direktverbindungen aus Hamburg:

Lüneburg – die höchste Kneipendichte Deutschlands

Reiseziele mit dem 9-Euro-Ticket-Häuser in Lüneburg an der Ilmenau.
Häuser in Lüneburg an der Ilmenau. Foto: Valentina Rössel

Nur knapp fünfzig Kilometer von Hamburg entfernt, zwischen Elbe und Heide, liegt Lüneburg. Eine Hansestadt, die eindeutig unterschätzt wird. Sie ist über 1.000 Jahre alt und hat Giebelhäuser, Kopfsteinpflaster, Kirchen, und  Museen zu bieten. Hoch hinaus bring dich in der Stadt der Fahrstuhl des Lünerburger Wasserturms. An klaren Tagen kann man von dort oben bis nach Hamburg schauen. Lust auf Ausgehen? In Lüneburg findest du laut der hiesigen Tourismus Information nicht nur tolle Restaurants, sondern auch die höchste Kneipendichte in Deutschland. Wer im August nach Lüneburg fährt, hat die Chance einen Blick auf die blühende Lüneburger Heide zu werfen. Nach Lüneburg braucht ihr von Hamburg aus nur circa 40 Minuten.

Lübeck – die Zwei-Euro-Münze in echt

Reiseziele mit dem 9-Euro-Ticket-Straße in der Lübecker Altstadt.
Straße in der Lübecker Altstadt. Foto: Valentina Rössel

Wer das Holstentor nur als Druck auf der Zwei-Euro-Münze kennt, kann mit dem Regional-Express in die kleine Stadt an der Trave fahren, um das Original zu studieren. Vom Bahnhof aus passiert man auf dem Weg in die Stadt das bekannte Tor. Die dahinterliegende Altstadt gehört zum Unesco-Weltkulturerbe und imponiert mit zahlreichen alten Gebäuden und verwinktelten Gassen viele Besucher*innen. Wer nach einer Tour durch die Stadt noch Energie hat, steigt am Lübecker Bahnhof in die Regionalbahn nach Fehrmann. Auf der Ostseeinsel könnt ihr euch bei einem Fischbrötchen den Wind um die Nase wehen lassen. Von Hamburg aus bist du in circa 40 Minuten in Lübeck. Nach Fehrmann brauchst du von Hamburg aus etwa zweieinhalb Stunden.

Bremen – gestapelte Tiere

Bremer Stadtmusikanten vor dem Rathaus
Bremer Stadtmusikanten vor dem Rathaus. Foto: Valentina Rössel

Erster Stop in Bremen: die Stadtmusikanten. Früher ein Teil des Märchens von den Gebrüdern Grimm, heute Statue vor dem Bremer Rathaus. Hamburgs kleine Nachbarstadt hat aber noch mehr zu bieten als gestapelte Tiere: Das Schnoorviertel ist Bremens ältester Stadtteil und versetzt seine Besucher*innen mit kleinen Häusern und engen Straßen zurück in vergangene Zeiten. Ein Spaziergang an der Weser oder ein Bier im Ratskeller runden den Tag ab. Von Hamburg aus bist du in circa einer Stunde da. Zurück in Hamburg kann man dann beim nächsten Bremer Tatort ganz genau hinschauen, welche Ecken der Stadt man wiedererkennt.

Kiel – das Kalifornien des Nordens

Das Rathaus in Kiel.
Das Rathaus in Kiel. Foto: Lina Gunstmann

In Kiel dreht sich alles um die Förde: Schiffe, Fähren, Leuchttürme und Strände findet man dort überall. Besonders viel zu bieten, hat die Stadt während der Kieler Woche, dem größten Segel-Event weltweit. Sie findet dieses Jahr vom 16. bis 26. Juni statt. Neben dem Segelsport finden sich in der Stadt dann viele weitere Veranstaltungen mit Musik, Essen und Drinks. Es gibt eine Kletterhalle, an der Kiellinie gewährt das Geomar des Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Einblick in seine Forschungstätigkeiten. Und entlang der Ostsee liegen in Kiel Strände die Namen wie Brasilien oder Kalifornien tragen. Von Hamburg aus bist du in einer Stunde und 15 Minuten da.

Sylt – surfen an der Küste

Strandkorb auf Sylt.
Strandkorb auf Sylt. Foto: Valentina Rössel

Weil die Insel als Reiseziel so beliebt ist, steigen die Preise für Übernachtungen immer weiter. Hamburger*innen braucht das nicht zu interessieren. Sie können einfach eine Tagesreise nach Sylt machen. Die Fahrt mit dem Zug über den Damm ist das erste Highlight. Nach Ankunft in Westerland geht es direkt an den Strand – oder man erkundet die Insel mit dem Bus oder Fahrrad. Empfehlenswert ist ein Besuch beim nördlichsten Punkt Deutschland – dem kleinen Örtchen List. Hier könnt ihr im Erlebniszentrum Naturgewalten mehr über das Meer lernen. Ein großer Spaß sind auch die Longboard-Wettbewerbe an der Buhne 16. Nach Sylt brauchst du von Hamburg aus circa drei Stunden und fünfzehn Minuten.

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Das Leben von Valentina Rössel, Jahrgang 1998, läuft in der Regel nach Plan. Für Abwechslung sorgen gelegentliche Abenteuer. Die 23-Jährige probiert gerne Neues: schläft im Outback am Lagerfeuer, reitet Wellen auf Bali, knuspert in Mexiko Heuschrecken. In Norddeutschland geboren, in Köln aufgewachsen, war Valentina schon immer klar, dass sie einmal in Hamburg landen wird. Ihre erste Station war die Pressestelle im Hamburger Rathaus. Dort hat sie als Praktikantin den Ersten Bürgermeister auf Pressetermine begleitet und Social-Media-Posts für den Senat erstellt. Zuvor studierte sie Sprache und Kommunikation in der globalisierten Mediengesellschaft kombiniert mit Medienwissenschaft in Bonn. Die Frage: „Wie viele Heuschrecken kannst du essen?“ war zwar nicht prüfungsrelevant, ihren Bachelor hat sie trotzdem gut bestanden. Kürzel: var

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