Grünen-Politikerin Katja Husen.
Grünen-Politikerin Katja Husen verstarb Dienstag an den Folgen eines Fahrradunfalls. Foto: Markus Scholz/dpa

Die Hamburger Grünen-Politikerin Katja Husen verstarb am gestrigen Dienstag an den Folgen eines Fahrradunfalls. Sie hinterlässt eine Tochter und einen Partner. Zahlreiche Politiker reagieren bestürzt.

„Katja Husen wurde buchstäblich aus dem Leben gerissen. Ihr viel zu früher Tod macht uns fassungslos“, so Hamburgs Grünen-Vorsitzende Maryam Blumenthal und ihr Stellvertreter Leon Alam am Dienstag. Die 46-Jährige nahm am vergangenen Sonntag beim 29. Rosenheimer Radmarathon teil. Dabei stürzte sie mit ihrem Rennrad. Obwohl sie einen Helm trug, zog sie sich schwere Kopfverletzungen zu. Der Unfall ereignete sich der Polizei zufolge auf der Bundesstraße B 307 Richtung Bayrischzell. Husen sei mit einem Hubschrauber in ein Krankenhaus geflogen worden. Sie verstarb am Dienstag.

„Voller Lebenslust und Empathie“

„Katjas Energie hätte für drei gereicht, sie war voller Lebenslust und Empathie“, so Blumenthal und Alam. Sie hätte besonders auf diejenigen geschaut, die nicht genug gesehen oder gehört werden. Es sei ihr ein großes Anliegen gewesen, Ungerechtigkeiten systematisch aufzulösen.

Husen war Biologin und Geschäftsführerin des Zentrums für Molekulare Neurobiologie am Universitätsklinikum in Hamburg-Eppendorf. Laut den Grünen war sie über 20 Jahre in verschiedenen Funktionen in der Partei aktiv gewesen. Sie war unter anderem Mitglied im Bundes- und Landesvorstand, Bezirksamtsleiterin und Bundestagskandidatin.

Bestürzte Reaktionen

Auf Twitter äußern sich viele Kolleg*innen bestürzt über den Tod der Politikerin. „Ein absoluter Schock, du wirst uns sehr fehlen! Meine Gedanken sind bei Deiner Familie und allen, die jetzt um Dich trauern“, schreibt Hamburgs zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank.

Justizsenatorin Anna Gallina (Grüne) schreibt zum Tod „ihrer wunderbaren Freundin“: „Mein Herz ist sehr schwer. Sie wird mir und sehr vielen Menschen unendlich fehlen. In meinem Herzen bleibt sie für immer.“ Auch die Grünen sprechen auf ihrer Webseite ihr Beileid aus. Husen hinterlässt eine 15-jährige Tochter und einen Partner.

lin/dpa

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Sarah Lindebner, 1998 in Innsbruck geboren, scheint Heimweh nicht zu kennen: Für Workaways zog es sie bereits nach England, Island, Norwegen und Portugal, für ihr Bachelorstudium in Kommunikationswissenschaft nach München. Bei einer Produktionsfirma für Werbefilme räumte sie als Praktikantin Keller aus und wirkte bei einem Kurzfilm über eine Entführung mit. Technisches Knowhow erwarb sie während eines weiteren Praktikums in einer Dokumentarfilmproduktion. Bei einem halbjährigen Videojournalismus-Stipendium nahm sie die Kamera selbst in die Hand, um Nachtschichten in Bäckereien, Hotels und Krankenhäusern zu begleiten. Jetzt verbringt sie ihre Tage in den Redaktionsräumen von FINK.HAMBURG, wo die nächsten Filmprojekte auf sie warten. Lange wird es sicher nicht dauern, bis Sarah wieder die Koffer packt. Next Stop: die Mongolei. Kürzel: lin