Hubertus Heil und Bundeskanzler Olaf Scholz gratulieren Stephan Weil (SPD) zum Wahlsieg.
Hubertus Heil und Bundeskanzler Olaf Scholz gratulieren Stephan Weil (SPD) zum Wahlsieg. Foto: Wolfgang Kumm/dpa

Am vergangenen Sonntag wählten rund 6,1 Millionen Menschen die neuen Abgeordneten des Niedersächsischen Landtages. Die SPD geht als klarer Sieger hervor. Von der Hamburger SPD und den Grünen gab es Glückwünsche.

Der niedersächsische Landtag wurde neu gewählt: Die SPD um Ministerpräsident Stephan Weil bleibt mit 33,4 Prozent der Wähler*innenstimmen die stärkste Kraft, gefolgt von der CDU und den Grünen.

Die vorläufigen Ergebnisse im Überblick: Die SPD erzielte 33,4 Prozent, die CDU 28,1 Prozent, die Grünen 14,5 Prozent und die AfD 10,9 Prozent der Stimmen. Die FDP (4,7 Prozent) und die Linke (2,7 Prozent) gehören dem neuen niedersächsischen Landtag nicht an.

SPD gewinnt die niedersächsische Landtagswahl in Niedersachsen
Die SPD gewinnt mit 33,4 Prozent der Wählerstimmen die niedersächsische Landtagswahl. Foto: Landesamt für Statistik Niedersachsen

Der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil strebt für die künftige Landesregierung nun eine Koalition mit den Grünen an. Damit würde sich die derzeit letzte große Koalition in den Bundesländern verabschieden.

Gemischte Gefühle in Hamburg zu Landtagswahl in Niedersachsen

Auch die Hamburger Politik äußert sich zum Wahlergebnis des Nachbarlandes. Die Meinungen hierzu fallen erwartungsgemäß unterschiedlich aus: Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher zeigt sich sichtlich erfreut über das Ergebnis. Er gratuliert Stephan Weil und der niedersächsischen SPD auf Twitter zum Sieg:

Gegenüber dem NDR äußern sich weitere Politiker*innen: Leon Alam, stellvertretender Landesvorsitzender der Hamburger Grünen gratuliert dem Nachbarland ebenfalls.

Anders als Christopher Ploß, Bundestagabgeordneter und Vorsitzender der CDU Hamburg. Er kritisiert: „CDU sollte in Niedersachsen mitregieren. Denn gerade in der aktuellen Zeit, in der wir eine Energiekrise haben, in der wir stabile Preise brauchen, wäre eine Regierungsbeteiligung der CDU enorm wichtig für Niedersachsen.“

Die Linke zeigt sich ebenfalls enttäuscht, dass der Einzug in den Landtag wieder nicht geklappt hat. Laut Sabine Ritter, Landessprecherin der Linksfraktion, arbeite man jedoch daran, sowohl in Niedersachsen, als auch in Hamburg, möglichst schnell wieder zu alter Stärke zurückzufinden. In Hamburg konnte die Linke zuletzt 2020 9,1 Prozent der Wähler*innenstimmen bei den Wahlen zur Hamburgischen Bürgerschaft gewinnen.

jul