Auf dem Foto sieht man ein Polizeiauto, das vor einer Baustelle parkt. Auf der Baustelle steht ein Bagger, an dem zwei große Transparente hängen. Eins davon ist lesbar:
Aktivisten besetzen die Baustelle für einen neuen Terminal für Flüssiggas in Brunsbüttel. Foto: Jonas Walzberg/dpa

Seit Mittwochmorgen besetzen Aktivisten in Brunsbüttel die Baustelle einer Gaspipeline. 2023 soll ein neuer Terminal für Flüssiggas in Betrieb gehen. Die Protestierenden warnen vor Klimafolgen und fordern den Gasausstieg.

Klima-Aktivist*innen haben am Mittwochmorgen eine Baustelle in Brunsbüttel besetzt. Dort wird eine Pipeline gebaut, um den mobilen Terminal für flüssiges Erdgas (LNG) ans Netz anzuschließen. Der Terminal wird bereits im Hafen von Brunsbüttel gebaut. Die Protestierenden warnen vor den Klimafolgen von Flüssiggas.

Ein Sprecher der Polizei bezeichnete die Aktion als „friedlich und ruhig“. Es seien zehn bis 15 Personen auf die Baumaschinen geklettert, sie sollen Transparente aufgehängt haben. Einige Demonstrant*innen hätten sich auf den Maschinen niedergelassen.

„Massive Auswirkungen“ von Flüssiggas auf Klima

Auf Twitter teilte die Gruppe Erdgas – Brücke ins Nichts am Mittwochmorgen mit: „Aktuell blockieren Aktivist*innen die Baustelle der geplanten LNG-Pipeline in Brunsbüttel. Sie wollen damit die massiven Auswirkungen von flüssigem Erdgas auf das Weltklima und die neokolonialen Strukturen hinter der Förderung aufzeigen. #NoLNG“

Die Aktivist*innen fordern den vollständigen Gasausstieg und den Rückbau bestehender Gasinfrastruktur. Sie kritisieren auf Twitter die Energiepläne der Bundesregierung: „Durch LNG erhofft sich die Bundesregierung eine Unabhängigkeit vom russischen Erdgas, schafft sich aber nur neue Abhängigkeiten von Ländern wie den USA, in dem das Gas häufig durch Fracking gewonnen wird oder Katar, wo Menschenrechte missachtet werden.“

In Hamburg hatten Mitglieder von Fridays For Future bereits gegen den Ausbau von Flüssiggas-Terminals demonstriert.

bär/dpa

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