Auf dem Bild sieht man drei Drehstromzähler nebeneinander.
Hamburg Energie erhöht die Preise. Foto: Pixabay/Gerd Altmann

Die Hamburger Energiewerke kündigen zum Jahreswechsel deutliche Preissteigerungen bei Strom und Gas an. Die geplante Gaspreisbremse der Bundesregierung könnte die Mehrbelastung jedoch abmildern.

Kund*innen des Versorgers Hamburg Energie müssen sich Anfang 2023 auf kräftige Preiserhöhungen gefasst machen. Strom und Gas werden teurer. Die Bundesregierung plant aber, Bürger*innen zu unterstützen.

„Bislang konnte Hamburg Energie die in den letzten Monaten massiv gestiegenen Energiekosten für seine Kunden auffangen – dank eines langfristigen Energieeinkaufs“, teilten die Hamburger Energiewerke mit. Da seit Mitte 2021 die Energiepreise an den Handelsplätzen um 650 Prozent im Strom und 600 Prozent im Gas gestiegen seien,  sowie darüber hinaus Umlagen und insbesondere Netzentgelte erhöht worden seien, müsse auch Hamburg Energie seine Preise zum 1. Januar 2023 anpassen.

Diese Rechnung berücksichtige jedoch noch nicht die geplanten Hilfsmaßnahmen der Bundesregierung. Mehr dazu weiter unten in diesem Beitrag.

Rund 3500 Euro für Gas für Zwei-Personen-Haushalt

Was bedeutet die Erhöhung konkret? Im Standard-Ökostromtarif „Elbstrand“ steige der Arbeitspreis von bislang 30,53 auf 49,95 Cent je Kilowattstunde (kWh). Der Grundpreis erhöhe sich von 10,90 auf 13,30 Euro je Monat. Im Standard-Gastarif „Alsterufer“ steige der Arbeitspreis von 7,45 auf 18,74 Cent je kWh. Der Grundpreis klettere von 9,25 auf 9,67 Euro pro Monat.

Und noch konkreter: Was zahlen die Haushalte mehr? Für einen Durchschnittshaushalt mit zwei Personen und einem jährlichen Verbrauch von 2500 kWh Strom und 18.000 kWh Gas ergebe sich daraus für 2023 eine Jahresrechnung von rund 3489 Euro für Gas und etwa 1408 Euro für Strom. Zum Vergleich: Für 2022 liegt die Kalkulation hier bei 1452 Euro für Gas und 894 Euro für Strom.

Langjährigen Bestandskund*innen will Hamburg Energie einen Treuebonus von jeweils 140 Euro bei Strom und Gas zahlen.

So könnte die Gaspreisbremse helfen

Die von der Bundesregierung geplante Gaspreisbremse soll spätestens ab März greifen. Haushalte sollen für 80 Prozent ihres bisherigen Verbrauchs einen garantierten Gas-Bruttopreis von 12 Cent pro kWh bekommen. Für die restlichen 20 Prozent des Verbrauchs soll der Vertragspreis gelten.

Ab Januar soll zusätzlich eine Strompreisbremse greifen. Hier sollen Energieversorger den Haushalten ebenfalls 80 Prozent des bisherigen Verbrauchs für einen Brutto-Preis von 40 Cent je kWh bereitstellen. Für die Modellrechnung würde sich damit die jährliche Mehrbelastung beim Strom um 199 Euro und beim Gas um 971 Euro reduzieren.

bär/dpa

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