
Laut Umfragen des Forsa-Institutes und der Hamburger BAT-Stiftung sinkt in der Bevölkerung die Angst vor einer Corona-Erkrankung. Eine Krankenkasse mahnt dennoch zur Einhaltung der Maßnahmen.
Das Forsa-Institut stellte bundesweit 1005 Menschen die Frage: “Wenn Sie einmal an Krankheiten denken, die jeden von uns treffen können: Vor welchen Krankheiten haben Sie persönlich in Bezug auf sich selbst am meisten Angst?”. Das Ergebnis: Die Angst, an Corona zu erkranken ist im Vergleich zum Vorjahr um zwei Prozentpunkte gefallen – von 20 auf 18 Prozent.
Die Krankenkasse DAK-Gesundheit hat die Studie in Auftrag gegeben. Vorstandsvorsitzender Andreas Storm kommentiert das Ergebnis, indem er weiterhin auf den Schutz vulnerabler Gruppen hinweist: “Wir müssen gerade in den kommenden Wintermonaten gewisse Regeln einhalten, um […] eine Überlastung des Gesundheitssystems zu vermeiden.”
Isolationspflicht adé?
Mehrere Bundesländer lockern gerade die Isolationspflicht bei einer Corona-Infektion. Schleswig-Holstein kündigte vergangene Woche an, ebenfalls diesen Weg zu gehen. Das Land schlug gemeinsam mit Bayern, Baden-Württemberg und Hessen eine fünftägige Maskenpflicht in Innenräumen vor. Diese solle für Menschen mit positivem Test ohne Symptome gelten.
Besonders schwierig ist die Situation für Pendler*innen, die in Schleswig-Holstein wohnen, aber in Hamburg arbeiten. Für sie würde die Isolationspflicht trotzdem weiter gelten.
Diskussion um Isolation
Die Debatte um das Ende der Isolationspflicht wird kontrovers geführt. Die Chance auf einen einheitlichen norddeutschen Weg wäre nun vertan, so Michael Thomas Fröhlich, Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der Unternehmensverbände in Hamburg und Schleswig-Holstein (UV Nord). Aus Sicht der Wirtschaft wäre dieses Vorgehen enttäuschend. Der Arbeitsschutz sei so nicht mehr vollumfänglich gewährleistet.
Die Frankfurter Virologin Sandra Ciesek betonte dazu bei Twitter: “Es gibt politische und gesellschaftliche Argumente dafür und dagegen. Keine Isolationspflicht mehr zu haben bedeutet nicht, dass Covid-19 für jeden ab jetzt völlig harmlos und nur ein Schnupfen ist.”
ega/dpa
Eric Ganther, männlich, geboren 1997, 176 cm groß, braune Haare, Brille und Schnauzer. Gefahndet wird nach ihm in ganz Australien. Wieso? Weil er ein Kreuz auf seinen Einreisedokumenten falsch gesetzt hat und dem Staat Steuern schuldet. Ob er also jemals wieder einreisen darf? Problemlos verlief hingegen der Umzug von seinem Geburtsort Gotha nach Jena. Dort hat Eric Kommunikationswissenschaft studiert und mit Freunden eine lokale Radio-Redaktion gegründet. Live-Sendungen moderieren, Formate entwickeln und Webcam-Slams mit top Poet*innen hosten, kann er jetzt. Nach einem Praktikum bei dem überregionalen Sender Big FM sucht er jetzt in Hamburg nach neuen Frequenzen. Um hier bleiben zu können, zahlt er auch brav seine Steuern.
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