Auf dem Bild ist das Dach eines Polizeiautos zu sehen. Das Blaulicht leuchtet.. In Hamburg hat ein LKW einen obdachlosen Mann überrolt.
Symbolbild. Foto: Pixabay/Franz P. Sauerteig

Am Mittwochabend hat ein Laster in Osdorf einen obdachlosen Mann überfahren. Der Mann hatte unter dem LKW Schutz gesucht. Geschäftsführer des Straßenmagazins Hinz&Kunzt zeigt sich besorgt und warnt vor weiteren Unfällen. 

Auf einem Parkplatz in Osdorf hat am Mittwochabend ein LKW einen obdachlosen Mann überrollt. Der Laster fuhr los und verletzte den Mann schwer.

Der Mann sei unter den Laster gekrochen, um dort Wärme und Schutz zu suchen, so die Polizei. Die Feuerwehr ergänzte gegenüber dem Hamburger Abendblatt: “Wie der Mann aber dorthin kam, ist bislang nicht klar. Der Fahrer hat die Person dort entdeckt und uns alarmiert.” Aktuell befinde sich der Verletzte mit mehreren Knochenbrüchen im Krankenhaus. Er sei aber außer Lebensgefahr.

Hinz&Kunzt: “Wenn es keine Hilfe gibt, wird es Tote geben”

Jörn Sturm, Geschäftsführer des Straßenmagazins Hinz&Kunzt, bedauert den Unfall sehr: “Leider kommt es immer wieder vor, dass Menschen an Orten Schutz suchen, wo sie von Autos überrollt werden. Das können Einfahrten zu Tiefgaragen sein oder sogar Verkehrsinseln. Immer wieder kommt es dabei zu schweren oder sogar tödlichen Unfällen.” Den kommenden Winter sieht Sturm mit Sorge. “Die Obdachlosen sind oft geschwächt, manche psychisch krank. Wenn es keine Hilfe gibt, wird es Tote geben.”

Das Anfang November gestartete Winternotprogramm sei zwar ein wichtiges Angebot, aber auch kritisch zu sehen: “Leider müssen die Obdachlosen tagsüber die Unterkünfte verlassen. Das muss sich ändern, denn so können die Menschen nicht zur Ruhe kommen und das ist sicher ein Grund, warum viele lieber draußen schlafen. Viele scheuen aber auch die Unterbringung in Mehrbettzimmern mit Suchtkranken und haben Angst vor Diebstahl und Gewalt.”

bär/dpa

Mirjam Bär, 1994, war schon vieles: Souffleuse, Regieassistentin, Eventmanagerin – sie hat sogar Udo Lindenberg seine eigene Biographie verkauft. So bunt wie ihr beruflicher Hintergrund sind auch ihre Interessen: Veganismus, Diversity, Ausgehen, Schauspielern und mehr. Ihre Konstanten im Leben: Musik und Hamburg. Die St.-Pauli-Schwärmerin spielt Gitarre, singt, liebt Konzerte. Mit Musik ging es auch nach ihrem Studium Kultur der Metropole weiter. Mirjam hat bei einem Plattenlabel gearbeitet und dort Artists beigebracht, wie man gute Social-Media-Arbeit macht. Zudem schreibt sie für den Musikblog „Good because Danish“ und betreut deren Social-Media-Auftritt. Kürzel: bär