BUND fordert mehr Engagement für Artenschutz

Anmeldung zum "Langer Tag der Stadtnatur" gestartet

Biene auf einer Blume
Bienen spielen eine zentrale Rolle im Erhalt unseres Ökosystems. Seit Jahren aber stirbt weltweit ein Großteil der Bienenpopulationen. Foto: unsplash/Jenna Lee

Der Bund für Umwelt und Natur fordert von der Stadt Hamburg mehr Bemühungen gegen das Artensterben. Aufklärungsarbeit rund um das Thema Naturschutz fördert die Stadt im Rahmen der Veranstaltung “Langer Tag der Stadtnatur Hamburg” – Anmeldungen dafür sind seit dem 30. Mai möglich. 

In Hamburg zeigt sich der Artenschwund immer offensichtlicher und das Insektensterben hat weitreichende Folgen. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) fordert daher vom Hamburger Senat ein schnelles Handeln zur Verbesserung der Lebensräume und zum Schutz der Biodiversität. Die Bemühungen der Hansestadt gegen das Artensterben reichten nicht aus, teilte die Naturschutzorganisation am Sonntag anlässlich des Tags der biologischen Vielfalt am 22. Mai mit.

„Langer Tag der Stadtnatur“: Anmeldung gestartet

Gelegenheiten für wirksame Verbesserungen in Hamburg gibt es laut BUND viele. Das begonnene städtische Großprojekt „Natürlich Hamburg“ etwa soll mehr Natur in Hamburgs Parkanlagen ermöglichen. Die Naturschutzorganisation fordert, dass es konsequent umgesetzt wird, um Biodiversität zu fördern.

Auch auf anderen Wegen fördert die Stadt bereits Aufklärungsarbeit rund ums Thema Naturschutz. Interessierte können beispielsweise am 17. und 18. Juni am „Langen Tag der Stadtnatur Hamburg“ von Fledermausführungen über den Bau von Insektenhotels zwischen mehr als 230 Veranstaltungen wählen – Anmeldestart ist der 30. Mai. Adrian Weiß von der Geschäftsstelle für den Langen Tag der Stadtnatur Hamburg“ erklärt den Anmeldeprozess: Für Schiffstouren kann man sich bis zum 15. Juni anmelden, das ist der Donnerstag vor dem Veranstaltungswochenende.“ Sind die anderen anmeldepflichtigen Veranstaltungen nicht ausgebucht, sei eine Anmeldung bis eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn möglich; 80 der Angebote seien aber anmeldefrei.

BUND sieht Aufholbedarf im Artenschutz

Insekten seien nicht nur essenziell für den Erhalt der Wildpflanzen, sondern auch Nahrungsgrundlage für viele Arten. Beobachtungen des BUND zufolge verhungern immer mehr Jungvögel in ihren Nestern, weil die Vogeleltern nicht genug Insekten finden. „Selbst Amseln, Spatzen oder der zum Wildtier des Jahres bestimmte Gartenschläfer sind rar geworden“, so Matthias Meißner, Abteilungsleiter Biodiversität beim BUND.

Eine Strategie zur Entsiegelung von Flächen stehe noch aus. „Hamburg hat noch weitere Pflichten und Möglichkeiten. Eine tierschonende Pflege von Wiesen muss mindestens in Naturschutzgebieten umgehend eingerichtet werden“, so der BUND. „Klimaschutz durch Torfvernässung muss konsequent erfolgen, auch um den besonderen Lebensraum Moor mit allen darin lebenden Arten zu erhalten.“ Aus Sicht des BUND hat die Hansestadt also Aufholbedarf im Artenschutz.

asg/len/dpa

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Lena Gaul, Jahrgang 1998, filmt und tanzt auf fremden Hochzeiten: Sie arbeitet seit ihrem Bachelor-Abschluss in Medien und Kommunikation für eine Hamburger Hochzeitsagentur. Lena ist in Ingelheim geboren, und obwohl ihre Mutter aus Thailand stammt, hält sich ihr Fernweh in Grenzen. So zog Lena zwar für ihr Studium nach Passau, jedoch ohne die Stadt jemals besucht zu haben. Mittlerweile will sie nicht mehr Hochzeitsplanerin werden, sondern lieber wieder mehr schreiben, wie bereits in ihrem Praktikum in einer Social-Media-Agentur. Das geht auch ohne zu verreisen. (Kürzel: len)

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