Streik: Am Donnerstag bleiben Flieger auf dem Boden

Hamburger Flughafen

Die Abflughalle vom Hamburger Flughafen
Am Donnerstag fliegen keine Passagiere wegen des Streiks vom Hamburger Flughafen los. Foto: Pixabay/P. Schulz

Verdi ruft am Donnerstag die Luftsicherheitskräfte zum Streik auf. Als Konsequenz bleibt am Hamburger Flughafen die Sicherheitskontrolle geschlossen – und daher auch alle Flugzeuge mit Passagieren auf dem Boden.

Am Donnerstag werden keine Passagierflugzeuge am Flughafen Hamburg starten. Der Grund: Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi) hat die Luftsicherheitskräfte zu einem bundesweiten Warnstreik aufgerufen. Die zentrale Sicherheitskontrolle am Hamburger Flughafen bleibt daher vom heutige Mittwoch ab 22 Uhr bis Donnerstag um 22 Uhr geschlossen.

Zu den Luftsicherheitskräften gehört das Personal an der Passagierkontrolle am Hamburger Flughafen. Sie sind Angestellte des privaten Dienstleisters FraSec und übernehmen im Auftrag der Bundespolizei die Kontrolle der Passagiere.

Wenn Abflüge, dann nur ohne Passagiere

Am Hamburger Flughafen waren für den 01. Februar ursprünglich 253 Flüge (126 Abflüge und 127 Ankünfte) mit insgesamt rund 30.000 Passagieren geplant. Alle Abflüge mit Passagieren wurden nun gestrichen, kommuniziert die Pressestelle des Hamburg Airport in einer Mitteilung. Es kann jedoch zu Abflügen ohne Passagieren kommen, wenn das betroffene Flugzeug am selben oder am nächsten Tag an dem geplanten Zielflughafen benötigt wird.

Betroffene Passagiere sollen sich an ihre Airline wenden und nicht zum Flughafen kommen. Die Airlines arbeiten bereits an ihren Flugplänen. Es sei mit Umbuchungen auf die kommenden Tage zu rechnen.

Ankünfte sind geplant

Ankünfte sollen weiterhin stattfinden. Jedoch kann es auch hier zu Ausfällen oder Verspätungen aufgrund des Warnstreiks kommen, da auch an anderen Flughäfen in Deutschland wie Frankfurt, Köln oder Leipzig zum Streik aufgerufen wurde.

Verdi fordert mehr Lohn

Die Gewerkschaft verhandelt für etwa 25.000 Beschäftigte mit dem Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen. Sie fordert 2,80 Euro mehr Lohn pro Stunde, höhere Funktionszulagen und Mehrarbeitszuschläge ab der ersten Überstunde bei einer Laufzeit des Tarifvertrages von zwölf Monaten. Verhandlungsführer Wolfgang Piper sagt: „Schon jetzt gibt es einen Mangel an qualifizierten Arbeitskräften, die bereit sind, rund um die Uhr, an Wochenenden und an Feiertagen äußerst flexibel an den Flughäfen zu arbeiten – die Sicherheit im Luftverkehr ist nicht zum Nulltarif zu haben.“

Drei Tarifverhandlungsrunden ohne Einigung

Es gab bereits drei Tarifverhandlungsrunden ohne Einigung. Das derzeitige Angebot sieht eine Entgelterhöhung im Jahr 2024 um vier Prozent vor. Das entspricht laut Verdi in den obersten Lohngruppen 82 Cent mehr pro Stunde und somit nicht den geforderten 2,80 Euro pro Stunde. Im Jahr 2023 solle es eine weitere Erhöhung um drei Prozent geben. Piper bezeichnet das Angebot als unzureichend.

als mit dpa 

Das Fachgebiet von Anna-Lena Schou, geboren 1997 in Walsrode, sind digitale Schlagfallensysteme – das sind Nagetierfallen, die eine Nachricht schicken, wenn sie zuschnappen. Das lernte sie in ihrem Job bei einem Schädlingsbekämpfer. Während ihres Bachelor-Studiums in International Tourism Studies schrieb sie für diverse Online- und Printmedien der Hochschule Harz in Wernigerode. Später verkaufte Anna-Lena Social-Media-Beiträge für Foodguide – über Essen schreibt sie besonders gern. Eigentlich aber will sie generell viel lieber schreiben als verkaufen. Zur Not auch über Schlagfallensysteme. (Kürzel: als)

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