In Hamburg steigen die Preise für die Nutzung von Strom- und Gasleitungen zum nächsten Jahr kräftig an – stärker, als in anderen Städten. Auch die Mieten für Wohnungen des Studierendenwerks steigen.
Hamburger*innen müssen sich 2027 auf steigende Energiekosten einstellen, das geht aus einer Erhebung des Vergleichsportals Verivox hervor. Auch die Mieten im Studierendenwohnheim werden teurer. In Hamburg steigen die Netzentgelte für Strom und Gas stärker als in anderen Regionen Deutschlands. Bei Strom um neun Prozent – der Bundesdurchschnitt liegt bei zwei Prozent. Bei Gas um sieben Prozent – da sind es deutschlandweit durchschnittlich drei Prozent. Basis für die Berechnung von Verivox seien bisher veröffentlichte Daten der Netzbetreiber.
Eine Dreier-WG in Hamburg mit einem Stromverbrauch von 4.000 Kilowattstunden müsste dann im Jahr etwa 52 Euro mehr zahlen. Für ein Einfamilienhaus mit einem Gasverbrauch von rund 20.000 Kilowattstunden zahlen Hamburger*innen pro Jahr etwa 35 Euro mehr.
„Das hohe Niveau der Stromnetzgebühren dürfte teilweise auf die hohen Investitionskosten des Stromnetzbetreibers zurückzuführen sein“, schreibt Verivox auf Nachfrage von FINK.HAMBURG. Auch der Anstieg der Gasnetzgebühren könne zum Teil auf höhere Investitionskosten zurückgeführt werden. Die Gasnetzentgelte sind in Hamburg im Bundeslandvergleich allerdings weiterhin am zweitgünstigsten, nach Berlin.
Finanzierung der Strom- und Gasinfrastruktur
Netzentgelte sind Gebühren für die Nutzung der Strom- und Gasleitungen der Netzbetreiber. Sie sollen Bau, Betrieb und Wartung der Netze finanzieren. Laut Verivox machen sie rund ein Viertel des Strompreises und einen Fünftel des Gaspreises aus.
Auch Gaspreise steigen
Zum Jahreswechsel seien laut Verivox weitere Preiserhöhungen absehbar. Die gestiegenen Großhandelspreise für Gas seit dem Iran-Krieg würden demnächst an die Verbraucher*innen weitergegeben werden. Je nach Tarif erwartet Verivox, dass der Gaspreis um zehn bis 20 Prozent steigt.
Wohnen im Studierendenwerk wird teurer
Aktuell zahlen Studierende in den Wohnanlagen des Studierendenwerks Hamburg rund 317 bis 500 Euro warm. Mit inbegriffen sind sämtliche Nebenkosten wie Heizung, Wasser, Strom und Internet. Zum Vergleich: Ein WG-Zimmer kostet in Hamburg im Durchschnitt 736 Euro warm. Das zeigt der Studentenwohnreport 2026 des Finanzdienstleisters MLP gemeinsam mit dem Institut der deutschen Wirtschaft (IW), der Ende September 2026 erschienen ist.
Das Studierendenwerk Hamburg schreibt auf Anfrage von FINK.HAMBURG: „Unser Ziel ist es, die Mieten für Studierende so niedrig und verlässlich wie möglich zu halten. Deshalb überprüfen wir jährlich die Kostendeckung und nehmen Anpassungen nur dann vor, wenn gestiegene Kosten nicht anderweitig aufgefangen werden können.“ Die Mieten würden zum 1. Januar 2027 „moderat angepasst“. Das soll Zusatzkosten von neun Euro nicht überschreiten, so das Studierendenwerk Hamburg. Damit blieben die Mieten auf einem niedrigen Niveau.
mok
Auf dem Trittbrett eines Müllwagens zu stehen: Das ist ein Traum von Moritz Kracht, Jahrgang 2002. Aufgewachsen ist er zwischen Hannover und Braunschweig, für sein Journalismusstudium zog er nach Magdeburg. Dort arbeitete Moritz beim MDR und nahm Anrufe für „Flirteinander“ entgegen – wie viele Ehen er gestiftet hat, weiß er aber nicht. Irgendwann hatte er keine Lust mehr, in den frühen Morgenstunden Anrufe entgegenzunehmen und wechselte ins TV-Sportressort. Er berichtete unter anderem über Tischfußball, später bei Hitradio Namibia dann übers Surfen (ohne Segel). In Hamburg fährt er jetzt gelegentlich über die Alster (mit Segel). Trittbrettfahrer? Höchstens bei der Müllabfuhr.
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