Kurz vor Ende des Olympia-Referendums kamen Diskussionen über ein massives Ungleichgewicht der Kampagnenausgaben auf. Die Werbeausgaben in Millionenhöhe treffen die Stadt angesichts des klaren Wahlausgangs noch schwerer.
In Zusammenarbeit mit Gastautor Ferdinand Seibt
Zum zweiten Mal innerhalb von elf Jahren scheitert Hamburg an einem Olympia-Referendum und nimmt sich somit selbst aus dem innerdeutschen Bewerbungsverfahren. Laut einem Bericht des NDR gab die Stadt 18 Millionen Euro für die gesamte Bewerbungskampagne aus, davon zwei Millionen Euro für Öffentlichkeitsarbeit inklusive Bürgerbeteiligungsverfahren. Die enorme Summe wurde unter anderem von den Befürworterinitiativen SPD, Grüne, CDU, Initiative „OlympiJa” und dem Deutschen Olympischen Sportbund aufgebracht. Zusätzlich erhielten sie private Sponsorenmittel, etwa für die Olympia-Drohnenshow beim Hafengeburtstag. Die Gegner des Referendums (z.B. Linke, Initiative „NOlympia“) kamen dagegen mit nur knapp 80.000 Euro für Plakate und Social Media aus – ein Verhältnis von 1:25 im Vergleich zu den Ausgaben der Befürworter*innen. Die Ausgaben spiegeln sich im Straßenbild wider: Drei Viertel der etwa 28.000 Werbeplakate warben für ein „Ja“.
Internationales Olympia-Komitee wegen Korruption in der Kritik
Kurz vor Ende des Referendums befeuerten Olympia-Gegner*innen die Kritik am International Olympic Committee (IOC). Laut dem “Hamburger Abendblatt” eile dem IOC seit Jahren der Ruf der Korruption voraus. Historisch sind Bestechungsgelder an Mitglieder des IOC gerichtsfest dokumentiert, beispielweise bei der Vergabe der Winterspiele 2002 an Salt Lake City.
In diesem Zuge verwies die Hamburger Grünen-Politikerin, Wiebke Apitzsch, auf die „Lobbyskandale der Vergangenheit“. Linken-Fraktionschefin Heike Sudmann sagte, dass der Senat die Zukunft der Stadt in die Hände des „korrupten IOC“ lege, wie t-online und Zeit im April bereits berichteten.
Die Grünen befürworteten das Olympia-Referendum nur unter Protest, die Grüne Jugend lehnte die Bewerbung sogar ab. Grund dafür wären laut Apitzsch, dass die Parteiwerte für eine nachhaltige Zukunft konträr zu den Werten des IOC stünden. Im Nachgang der Abstimmung forderte die Grüne Jugend Hamburg den Rücktritt von Innen- und Sportsenator Andy Grote und kritisierte die rot-grüne Regierung wegen ihrer „Event-Politik”.
Wer Leif Erik Ahlhorn, 2001 geboren, beim Kneipenquiz gegenübersteht, sollte das Weite suchen. Der Oldenburger darf sich stolz „NDR Quizshow Sieger” nennen. Dass Enchiladas immaterielles Weltkulturerbe sind, lernte Erik bereits bei seinen Auslandssemestern in Mexiko. In Münster hat er seinen Bachelor in Deutsch-Lateinamerikanische Studien erfolgreich absolviert. Weniger aussichtsreich klingen die Chancen seines Uniliga-Fußballteams: „RSC Anders Schlecht". Gut, dass Erik ohnehin Radfahren bevorzugt. Sportjournalismus ist allerdings nichts für ihn. Lieber möchte er als Auslandskorrespondent arbeiten. Letztlich gilt im Job, auf dem Rad und im Quiz: Erik verfolgt große Ziele.
Kürzel: lea







