Fahrgäste der U- und S-Bahnen in Hamburg kommen dieser Tage ins Schwitzen. Nur wenige Fahrzeuge sind klimatisiert. Und ein Aufrüsten ist laut Hochbahn kaum möglich. Bei den Bussen ist das anders.
Während Busse der Hochbahn und anderer Subunternehmen fast vollständig mit Klimaanlagen ausgestattet sind, wird ein Großteil der S- und U-Bahnen nicht klimatisiert. Die alten Modelle verfügen laut Unternehmenssprechern nicht über eine Klimaanlage und auch eine Aufrüstung sei nicht möglich. Bei den neuen Modellen könne es trotz richtiger Ausstattung zu Ausfällen der Klimatisierung kommen.
Dieselbusse sind am kühlsten
Am kühlsten sind die Dieselbusse der Hochbahn, diese werden auf 22 Grad klimatisiert, so ein Sprecher der Hochbahn. In Elektrobussen – mit sogenannten Modulklimaanlagen auf dem Dach – liege die Temperatur immer drei Grad unter der Außentemperatur. Das reiche schon aus, um es als angenehm kühl zu empfinden.
Keine Klimaanlagen in den alten U- und S-Bahnen
Etwas weniger als die Hälfte der Hamburger U-Bahnen besitzt keine Klimaanlage, diese Bahnen können dementsprechend nicht klimatisiert werden. Dort sei auch keine Nachrüstung möglich, da die Züge sonst zu schwer seien, so ein Sprecher Hochbahn-AG zu FINK.HAMBURG.
Bei den S-Bahnen ist die Situation ähnlich. Hier verfügt über die Hälfte aufgrund ihres Modells nicht über eine Klimaanlage. Zur Durchlüftung könnten Fahrgäste hier zumindest bei Bedarf die Fenster öffnen, sagt eine Sprecherin der S-Bahn zu FINK.HAMBURG. In den klimatisierten Zügen werde die Temperatur um etwa sechs Grad im Vergleich zur Außentemperatur gesenkt. Die Funktion werde zwar regelmäßig geprüft und gewartet, die Züge fahren jedoch auch bei einem Ausfall weiter.
Extrem-Wetter belastet die Infrastruktur
Extreme Wetterverhältnisse – wie zuletzt auch in Hamburg– seien zudem eine große Belastung für die Infrastruktur der Bahn, insbesondere das Schienennetz sei davon betroffen, so eine Sprecherin der S-Bahn zu FINK.HAMBURG. Starke Sonneinstrahlung, Hitze und darauffolgende Gewitter mit Starkregen, seien ein hohes Risiko für Signale, Gleise, Weichen und Oberleitung. Für Fahrgäste bedeute die mögliche Störungen und Verzögerung des Zugverkehrs.
Auch Gäste heizen den ÖPNV auf
Woran man vielleicht nicht als erstes denkt: Technisch herausfordernd für die Klimaanlagen sind auch die Fahrgäste, genauer deren Ein- und Aussteigen. Jeder Mensch strahlt Wärme aus, die die Bahn aufheizen könne, so das S-Bahn-Magazin. Wer einsteigt, bringt Wärme mit rein, wer aussteigt, nimmt gekühlte Luft mit hinaus.
ems/dpa
Emely Sophie Dirks, geboren 2001 in Paderborn, aufgewachsen in Lippstadt, wollte schon als Kind ein Publikum erreichen. Auch wenn es beim Casting für Schloss Einstein nicht klappte, blieb sie ihrem Traum treu und ging, inspiriert von Carrie Bradshaw, in den Journalismus. Während ihres Studiums der Kommunikationswissenschaft und Ökonomik machte sie Beiträge fürs Uniradio in Münster und sammelte Erfahrungen bei Caren Miosga und bigFM. Am liebsten würde sie irgendetwas tun, das in der Mitte zwischen diesen beiden Stationen liegt: Weder Söder und Gabriel, noch Fragen über Matratzen. Eine eigene Kolumne kann sich Emely immer noch vorstellen, vielleicht sogar über Sex in der Stadt. Nur statt mit einem Cosmopolitan lieber mit einem Espresso aus der eigenen Siebträgermaschine. Kürzel: ems







