Hamburg: Ein Mann sitzt im Schatten eines Baumes an der Außenalster auf einer Bank.
Hamburger Außenalster. Foto: Daniel Bockwoldt/dpa

Auf der Hamburger Außenalster soll der Lebensraum von Pflanzen und Tieren erweitert und geschützt werden. Vorausgegangen ist die Veröffentlichung einer neuen Studie des Projektes „Lebendige Alster“. 

Der Sommer zieht viele Menschen auf die Alster, was für Natur und Lebewesen oft negative Auswirkungen hat. SPD und Grüne fordern nun in der Bürgerschaft die Uferbereiche der Außenalster ökologisch aufzuwerten. Ziel ist es den bereits existierenden Lebensraum von Tieren und Pflanzen auszuweiten und nachhaltig zu schützen. Um die Gewässer in der Hamburger Innenstadt naturnah umzuwandeln, beziehen sie sich auf die Erkentnisse der Studie “Lebendige Alster”. Über den rot-grünen Antrag berät die Hamburgische Bürgerschaft am 1. Juli.

Mehr Natur an der Außenalster

Die Parteien fordern, dass befestigte Uferbereiche nach und nach durch naturnahe Übergänge zum Wasser ersetzt werden. Zudem sind Pflanzinseln auf der Alster und Körbe mit Pflanzen unter Bootsstegen als neue Lebensräume für Pflanzen und Tiere vorgesehen. Alexander Mohrenberg, umweltpolitischer der SPD Fraktion Hamburg, spricht davon die “ökologische Vielfalt” der Außenalster zu stärken ohne die Nutzung einzuschränken. Lisa Marie Otte, umweltpolitische Sprecherin der Grünen sieht das Ökosystem der Alster unter Druck. Das Wasser sei an vielen Stellen durch harte Steinkanten vom Ufer getrennt. “Dadurch verschwinden natürliche Übergänge zwischen Wasser und Land – und mit ihnen Flachwasserzonen, Röhrichte und wichtige Rückzugsräume für Tiere und Pflanzen”, so Otte.

Grundlage für das Vorhaben bildet eine im März 2026 veröffentliche Studie, die aufzeigt welche ökologischen Umwandlungen an der Außenalster möglich sind. Iniziert wurde diese vom Naturschutz-Projekt  “Lebendige Alster”.

Sie beschreibt konkrete Wege, wie mehr Natur an und in der Außenalster entstehen kann. Außerdem wird in der Studie deutlich, dass Naturschutz und Nutzung nicht im Widerspruch miteinander stehen.

Ökologische Aufwertung der Hamburger Gewässer

Das Projekt “Lebendige Alster” gibt es seit 2011. Organisiert wird es vom  BUND Hamburg, der Aktion Fischotterschutz und der Naturschutzverbund Hamburg und setzt sich für die naturnahe Entwicklung der Alster und ihren Nebengewässer ein. 

Ziel ist es, den Lebensraum für Tiere und Pflanzen zu verbessern, die Außenalster als Wanderkorridor für Fische zu stärken und die Natur in dem stark genutzten innerstädtischen Gewässer sichtbarer zu machen.

In den vergangenen Jahren wurden bereits Fischaufstiegsanlagen an der Mühlenschleuse und der Rathausschleuse gebaut, naturnahe Lebensräume in den Fleeten geschaffen sowie Kies- und Auenbereiche angelegt, die Fischen, Amphibien und seltenen Wasserinsekten zugutekommen.

ems

Emely Sophie Dirks, geboren 2001 in Paderborn, aufgewachsen in Lippstadt, wollte schon als Kind ein Publikum erreichen. Auch wenn es beim Casting für Schloss Einstein nicht klappte, blieb sie ihrem Traum treu und ging, inspiriert von Carrie Bradshaw, in den Journalismus. Während ihres Studiums der Kommunikationswissenschaft und Ökonomik machte sie Beiträge fürs Uniradio in Münster und sammelte Erfahrungen bei Caren Miosga und bigFM. Am liebsten würde sie irgendetwas tun, das in der Mitte zwischen diesen beiden Stationen liegt: Weder Söder und Gabriel, noch Fragen über Matratzen. Eine eigene Kolumne kann sich Emely immer noch vorstellen, vielleicht sogar über Sex in der Stadt. Nur statt mit einem Cosmopolitan lieber mit einem Espresso aus der eigenen Siebträgermaschine. Kürzel: ems

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