Obdachlose Menschen in Hamburg werden bei Hitze unterstützt. Helfer hält Wassermelone in der Hand.
Obdachlose Menschen in Hamburg werden bei Hitze unterstützt. Foto: Marcus Brandt/dpa

Auch diese Woche steigen die Temperaturen in Hamburg auf über 30 Grad. Extreme Hitze kann zu einer lebensbedrohlichen Gefahr werden. Die Diakonie fordert mehr Hitzeschutz für obdachlose Menschen.

In Hamburg bleibt es heiß: Zum Ende der Woche werden Temperaturen von bis zu 35 Grad erwartet. Extreme Hitze ist eine Herausforderung für den Körper. Umso wichtiger ist vorbeugender Hitzeschutz: viel trinken, Sonnencreme benutzen und schattige Orte aufsuchen. Wohnungslosen Personen ist dies nicht immer möglich.

Hitze als Gefahr für obdachlose Menschen

Gerade für obdachlose Menschen kann die Hitze zur großen Gefahr werden. Sie haben keine Rückzugsorte. Versiegelte Flächen wie Straßen und Bürgersteige kühlen im Sommer außerdem über Nacht nicht ab. Die Diakonie Hamburg verteilt bereits täglich Trinkwasser. Im Diakonie-Zentrum für Wohnungslose in Eimsbüttel können Gäste zudem duschen. Das reiche aber nicht aus, so Stefanie Koch, die bei der Diakonie Hamburg für Wohnungsnotfallhilfe zuständig ist.

Die Diakonie fordert von der Stadt Hamburg mehr Hitzeschutz für wohnungslose Personen: Öffentlich klimatisierte Räume wie Museen und Bibliotheken sollen demnach geöffnet und mehr schattige Plätze geschaffen werden. Es müsse mehr öffentliche Brunnen, mobile Wasserstationen und kostenlose Wasserflaschen geben. Des Weiteren sollen Sonnencreme, Sonnenhüte und Nahrungsergänzungsmittel gegen Dehydration gratis verteilt werden. Um das Erste-Hilfe-Angebot auszubauen, müsse es mehr mobile medizinische Teams geben, die frühzeitig Hitzeschäden erkennen.

Was bei einem Hitzschlag zu tun ist

Um lebensbedrohliche Situationen zu vermeiden, hat die Stadt Hamburg eine Übersicht mit Notfalltipps zusammengestellt. Wer helfen will, kann obdachlosen Menschen zunächst Wasser anbieten. Zeigen sich bei ihnen bereits Symptome eines Hitzeschlags – rotes Gesicht, Verwirrtheit, Zittern, kalter Schweiß oder Bewusstlosigkeit – muss der Rettungsdienst alarmiert werden. Bis zur Ankunft sollten Helfer*innen die Betroffenen in den Schatten bringen, die Beine hochlegen und Luft zufächern.

Ein Sonnenstich weist ähnliche Symptome auf: heißer Kopf, starke Kopfschmerzen, Schwindel und Übelkeit. Wenn die Person bei Bewusstsein ist, ist es hilfreich, Wasser in kleinen Schlucken zu geben. Im Gegensatz zum Hitzestich ist der Sonnenstich kein medizinischer Notfall, die Unterscheidung ist jedoch oft schwierig. Bei Verwirrtheit, Muskelkrämpfen oder Bewusstlosigkeit sollte in allen Fällen der Rettungsdienst gerufen werden.

ems

Emely Sophie Dirks, geboren 2001 in Paderborn, aufgewachsen in Lippstadt, wollte schon als Kind ein Publikum erreichen. Auch wenn es beim Casting für Schloss Einstein nicht klappte, blieb sie ihrem Traum treu und ging, inspiriert von Carrie Bradshaw, in den Journalismus. Während ihres Studiums der Kommunikationswissenschaft und Ökonomik machte sie Beiträge fürs Uniradio in Münster und sammelte Erfahrungen bei Caren Miosga und bigFM. Am liebsten würde sie irgendetwas tun, das in der Mitte zwischen diesen beiden Stationen liegt: Weder Söder und Gabriel, noch Fragen über Matratzen. Eine eigene Kolumne kann sich Emely immer noch vorstellen, vielleicht sogar über Sex in der Stadt. Nur statt mit einem Cosmopolitan lieber mit einem Espresso aus der eigenen Siebträgermaschine. Kürzel: ems

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